Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, UNFPA, gibt jährlich den Weltbevölkerungsbericht (State of World Population, SWOP) heraus. Mit wechselnden Schwerpunkten beleuchtet der Bericht die Zusammenhänge zwischen der aktuellen Lage der Weltbevölkerung, reproduktiver Gesundheit und individueller Schicksale.

Die internationale Staatengemeinschaft hat bei der Weltbevölkerungskonferenz 1994 in Kairo (ICPD) Ziele verabschiedet. Der SWOP veröffentlicht jedes Jahr aktuelle Daten, inwieweit diese Ziele (noch nicht) erreicht wurden. So liefert er Antworten auf Fragen wie “Konnte die Säuglingssterblichkeitsrate in Südasien gesenkt werden?” oder “Wie hoch ist die Rate der Teenagerschwangerschaften in Burkina Faso und jene in Österreich?”

Die ÖGF ist offizielle SWOP-Partnerin von UNFPA und präsentiert gemeinsam mit der überparteilichen parlamentarischen Gruppe für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (#parlaandsex)  jährlich den Weltbevölkerungsbericht. Die aktuellste Ausgabe kann kostenfrei im ÖGF-Shop bestellt werden. Ältere Ausgaben können unter bestellung@oegf.at angefragt werden. 

Etwa die Hälfte aller Schwangerschaften weltweit ist unbeabsichtigt. Diese Schwangerschaften sind nicht nur ein persönliches, sondern auch ein Gesundheits-, Menschenrechts-, Entwicklungs- und humanitäres Problem.

Der Weltbevölkerungsbericht 2022 beleuchtet die Umstände, die zu unbeabsichtigten Schwangerschaften führen und die Folgen, die sie für Individuen sowie den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt bringen.
Scham, Stigmatisierung, Angst, Armut und Benachteiligung verhindern, dass Frauen selbstbestimmte Entscheidungen treffen können. Mehr als 60 Prozent aller ungeplanten Schwangerschaften enden in einem Schwangerschaftsabbruch – die Hälfte davon unter unsicheren Bedingungen. Die Konsequenz sind jährlich tausende Frauen, die dabei sterben oder Behinderungen davontragen. Unbeabsichtigte Schwangerschaften können eine Spirale negativer Folgen auslösen und über Generationen wirken. Ein Beispiel dafür ist Armut in Folge eines Bildungs- und Einkommensmangels.

Ziel von UNFPA ist, den Bedarf an Familienplanung zu decken, vermeidbare Todesfälle zu verhindern, Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie schädliche Praktiken zu beenden und das Menschenrecht auf körperliche Autonomie und Selbstbestimmung zu fördern.

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Englische Fassung

 

 

Körperliche Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Sie umfasst die Macht und Handlungsfähigkeit, selbstbestimmte Entscheidungen über den eigenen Körper zu treffen, ohne Angst vor Gewalt und ohne, dass andere darüber entscheiden.

Der Weltbevölkerungsbericht 2021 zeigt, dass dieses Recht noch lange nicht für alle Frauen und Mädchen erreicht ist. Nur die Hälfte der Frauen in 57 Ländern des globalen Südens ist vollständig in der Lage, Entscheidungen über ihre Gesundheitsversorgung und Empfängnisverhütung zu treffen und ungewollten Sex abzulehnen. Abhängig ist dies sowohl von der individuellen Entscheidungsmacht über den eigenen Körper, dem sozialen Umfeld, als auch von der gesellschaftlichen und rechtlichen Lage eines Landes.

Der Mangel an körperlicher Selbstbestimmung hat massive Auswirkungen, die über die tiefgreifenden Schäden für einzelne Betroffene hinausgehen – es betrifft die gesamte Gesellschaft. Echte Lösungen müssen die Bedürfnisse und Erfahrungen der Betroffenen miteinbeziehen und auf persönlicher, gesellschaftlicher wie rechtlicher Ebene umgesetzt werden.

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Frauen und Männer müssen Hand in Hand gegen Genitalverstümmelung und Frühverheiratung arbeiten.

Im Zentrum stehen jene gefährdenden Vorgehensweisen, die weltweit am häufigsten sind: weibliche Genitalverstümmelung, Frühverheiratung und die Ablehnung von Töchtern. Dr. Natalia Kanem, Direktorin von UNFPA: “Harmful practices against girls cause profound and lasting trauma, robbing them of their right to reach their full potential.”

Schulbildung und Aufklärung beenden gefährdende Vorgehensweisen
Der Weltbevölkerungsbericht 2020 zeigt, dass es möglich ist, Frühverheiratung und weibliche Genitalverstümmelung innerhalb von zehn Jahren zu beenden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Mädchen die Schulbildung abschließen und dürfen nicht als Minderjährige verheiratet werden. Damit werden auch die Chancen von Mädchen erhöht, als Erwachsene ein eigenes Einkommen erwirtschaften zu können. Ebenso zeigt sich, dass die Aufklärung von Männern und Burschen über gefährdende Vorgehensweisen ein enormes Wirkungspotenzial zur Beendigung dieser hat. Mit Investitionen in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr könnten 84 Millionen Mädchen geschützt werden.

COVID-19 erhöht die Gefahr für Mädchen  Opfer von gefährdenden Vorgehensweisen zu werden
Weltweit wurden bereits enorme Fortschritte dabei erzielt, Frühverheiratung und weibliche Genitalverstümmelung zu beenden. Rückschritte drohen durch die Corona-Krise, da entsprechende Unterstützungsangebote nur begrenzt zugänglich sind.

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Vor 50 Jahren wurde der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) eingerichtet und die Weltbevölkerungskonferenz in Kairo (ICPD) jährt sich heuer zum 25. Mal.

Seit der Gründung von UNFPA  im Jahr 1969 wurden bemerkenswerte Erfolge auf dem Wege zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und der Umsetzung reproduktiver Rechte erzielt. Aber trotz dieser Fortschritte sind heute noch Hunderte Millionen Frauen mit wirtschaftlichen, sozialen, institutionellen und anderen Barrieren konfrontiert, die sie daran hindern, ihre eigenen Entscheidungen darüber zu treffen, ob, wann, wie oft und mit wem sie schwanger werden wollen.

Der Weltbevölkerungsbericht 2019 blickt zurück auf 50 Jahre Bevölkerungspolitik, die sich zum Ziel gesetzt hat, individuelle Rechte und Entscheidungsfreiheit sowie die sexuelle und reproduktive Gesundheit für alle zu verwirklichen. Der Bericht zeigt auf, welche Probleme noch immer bestehen und gibt einen Ausblick, wie wir diese in Zukunft überwinden können.

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Zahl der Kinder pro Frau weltweit hat sich seit den 60er-Jahren halbiert

In den 60er-Jahren hat eine Frau im weltweiten Durchschnitt fünf Kinder bekommen. Heute sind es noch zweieinhalb. Ein besserer Zugang zu sexueller Bildung und Verhütungsmitteln sind Gründe dafür.

In Industrieländern bringt eine Frau heute demnach im Durchschnitt 1,7 Kinder zur Welt – und in den ärmsten Ländern der Welt hingegen bekommt eine Frau durchschnittlich vier Kinder – oftmals mehr, als sie gerne gehabt hätte.

Nach wie vor gibt es bei der Fertilität (Fruchtbarkeit) große Unterschiede zwischen verschiedenen Staaten einerseits und innerhalb einzelner Staaten andererseits.

Von den 43 Ländern, in denen Frauen dem Bericht zufolge durchschnittlich mindestens vier Kinder bekommen, liegen 38 in Afrika. Fast 20 Millionen Schwangerschaften pro Jahr sind demnach in Afrika südlich der Sahara ungewollt – das sind rund 40 % aller Schwangerschaften in der Region.

Diese Frauen bräuchten laut UNFPA verbesserte Angebote zu Aufklärung und Familienplanung. Außerdem müsse ihre gesellschaftliche Stellung gestärkt und ihre Gesundheitsversorgung deutlich verbessert werden.

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Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer. Dies stellt eine Gefahr für Ökonomien, Gesellschaften und Nationen dar. Zwei entscheidende Dimensionen der Ungleichheit sind die mangelnde Geschlechtergerechtigkeit und der ungleiche Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung. Mädchen und Frauen besonders in Entwicklungsländern sind in diesen Bereichen stark benachteiligt. Die Folgen sind höhere Gesundheitsrisiken und dauerhafte wirtschaftliche Nachteile für sie und ihre Kinder.

Was ist zu tun, um die 2015 festgelegten Entwicklungsziele zur Bekämpfung sozialer, ethnischer, politischer und institutioneller Ungerechtigkeit  zu erreichen? Wie trägt Familienplanung in jedem Land der Erde wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung bei?

Antworten auf diese Fragen und 10 Maßnahmen für mehr Gleichheit in der Welt gibt der neue Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

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Heute leben weltweit etwas mehr als 60 Millionen zehnjährige Mädchen, die meisten von ihnen in Entwicklungsländern.

Jeden Tag werden rund 47.700 der unter 18-jährigen Mädchen verheiratet. Diese bekommen oft im Teenageralter Kinder und haben keine Aussicht auf gute Schulbildung. Weltweit gehen etwa 62 Millionen heranwachsende Mädchen nicht zur Schule.

Die weltweit häufigste Todesursache bei Mädchen zwischen 10 und 19 Jahren ist AIDS. Die zweithäufigste Todesursache ist Selbsttötung. In der Gruppe der 15- bis 19-Jährigen sind Selbsttötungen sogar die häufigste Todesursache.

Bisher kann kein Land der Welt von sich behaupten, alle Rechte und Chancen einzulösen, auf die ein zehnjähriges Mädchen Anspruch hat. Für alle Nationen gibt es noch viel zu tun, wobei unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Wohlhabendere Länder müssen ihren Verpflichtungen besser nachkommen – etwa bezüglich sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte sowie bezüglich des Schutzes vor Gewalt. Zusätzlich muss Schutz vor gesellschaftlichen Werten und Normen, die das Selbstwertgefühl von Mädchen untergraben, gewährleistet werden.

Viele ärmere Länder kümmern sich bislang vor allem um Fortschritte in den Bereichen Grundschulbildung und Basisgesundheitsversorgung. Nun müssen sie auf diesen Errungenschaften aufbauen, unter anderem durch hochwertige Sekundarschulbildung, eine maßgeschneiderte Gesundheitsversorgung, eine umfassende Sexualaufklärung. Darüber hinaus Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, striktere Gesetze beispielsweise gegen Genitalverstümmelung und Kinderehen.

Eine bessere Erfassung des Ist-Zustandes und die Durchsetzung der dafür entwickelten Gesetze führen zur Veränderung von Normen und sind für dieses Vorhaben essentiell.

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Aktuell befinden sich so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr.

Millionen Menschen leben in Flüchtlingslagern oder sind auf dem Weg in eine neue Heimat. Auch unter diesen schwierigen Bedingungen werden Frauen und Mädchen schwanger und Kinder werden geboren. Die dringend erforderliche gesundheitliche Versorgung während der Schwangerschaft und Geburt und der Schutz vor ungewollten Schwangerschaften, vor sexuell übertragbaren Infektionen und vor sexueller Gewalt sind in humanitären Krisensituationen erheblich schwerer zu ermöglichen. Der Weltbevölkerungsbericht 2015 zeigt auf, dass es Frauen und Mädchen in Krisensituationen besonders schwer haben.

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Jeder vierte Mensch ist zwischen zehn und 24 Jahre alt – das sind weltweit 1,8 Milliarden Menschen und damit mehr als jemals zuvor. 89 Prozent von ihnen leben in sogenannten Entwicklungsländern. Wenn in junge Menschen investiert wird, können sie die positive Entwicklung armer Länder deutlich voranbringen.

Viele Länder, in denen ein besonders hoher Anteil Jugendlicher lebt, gehören heute zu den ärmsten der Welt. Vielerorts beginnen jedoch die Fertilitäts- und Sterberaten zu sinken, und viele junge Menschen kommen ins erwerbsfähige Alter. Damit ergibt sich eine aussichtsreiche demografische Lage, die Entwicklung und Wirtschaftswachstum beschleunigen kann.

Gravierende Menschenrechtsverletzungen – vor allem bei Mädchen – stehen bei vielen Jugendlichen auf der Tagesordnung. Junge Menschen haben oft große Defizite bei Informations- und Gesundheitsdienstleistungen, sodass sie ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit und reproduktiven Rechte nicht verwirklichen können. Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt ist die zweithäufigste Todesursache bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren. Die weltweit häufigste Todesursache bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren ist der Suizid – eine Tatsache, die Fragen bezüglich der Chancen junger Frauen aufwirft und die der Weltbevölkerungsbricht 2014 nachgeht.

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Der Weltbevölkerungsbericht 2013 thematisiert die wichtigsten Herausforderungen, die sich Mädchen im Falle einer Teenagerschwangerschaft stellen müssen.

Wie sich eine frühe Schwangerschaft auf ihre Bildung, ihre Gesundheit und ihre langfristigen Beschäftigungschancen auswirkt und zeigt zudem Handlungsoptionen auf, mit denen Teenagerschwangerschaften vermieden und zugleich Mädchen geschützt und gefördert werden können.

Von den 7,3 Millionen Teenagern in den sogenannten Entwicklungsländern, die jedes Jahr Mutter werden, sind zwei Millionen unter 15 Jahre alt. Weltweit werden arme, wenig gebildete und auf dem Land lebende Mädchen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit schwanger als wohlhabendere, besser gebildete und in urbanen Regionen lebende Gleichaltrige.

Eine Schwangerschaft hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit der Mädchen. Jedes Jahr sterben in den sogenannten Entwicklungsländern rund 70.000 Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren infolge von Komplikationen bei der Schwangerschaft oder Geburt.

Der Weltbevölkerungsbericht 2013 ruft dazu auf, Mädchen zu fördern, ihre Kompetenzen zu stärken um eigene Entscheidungen treffen zu können und ihnen echte Alternativen zu eröffnen, so dass sie die Mutterschaft nicht mehr als einzige Option sehen oder ungewollt schwanger werden.

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Weltweit haben 222 Millionen Frauen keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Schwache Gesundheitssysteme und unzureichende Gesundheitsdienste tragen insbesondere in so genannten Entwicklungsländern maßgebend zu jährlich 63 Millionen ungewollten Schwangerschaften bei.

Durch ausreichende Familienplanung könnte die Zahl der Abtreibungen um 26 Millionen, von 40 auf 14 Millionen, reduziert werden. Jährlich kommt es weltweit zu 21,6 Millionen unsicheren Abtreibungen, welche das Leben der Frauen massiv gefährden.

Geschätzte 40 Prozent aller unsicheren Abtreibungen werden von Jugendlichen und Heranwachsenden durchgeführt. Diese sind einem höheren Risiko von Tod und lebenslanger Behinderung als erwachsene Frauen ausgesetzt.

Die Beeinträchtigung der reproduktiven Gesundheit gehört zu den Hauptursachen von Tod und Krankheit von Frauen im gebärfähigen Alter. Jährlich sterben etwa 287.000 Mädchen und Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt. Die überwältigende Mehrheit aller Todesfälle – 99% – treten in Entwicklungsländern auf. 80 Prozent der Todesfälle wären durch medizinische Fürsorge vermeidbar.

Um allen Frauen, die verhüten möchten, die Möglichkeit dazu zu geben, würde dies 8,1 Milliarden US-Dollar pro Jahr kosten – für Verhütungsmittel, Personal und Gesundheitssysteme. Das sind 4,1 Milliarden US-Dollar mehr, als heute investiert werden. Die zusätzlichen 4,1 Milliarden US-Dollar für Familienplanung würden 5,7 Milliarden US-Dollar für die Versorgung von Neugeborenen und Müttern einsparen.

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Im Oktober 2011 ist der siebenmilliardste Mensch geboren. Der Meilenstein von sieben Milliarden steht für Errungenschaften, Rückschläge und Widersprüche. 

Obwohl Frauen im Durchschnitt heute weniger Kinder bekommen als in den 1960er Jahren, steigt die Zahl der Menschen auf der Erde weiterhin an. Weltweit sind mehr Menschen jünger – und mehr Menschen älter – als je zuvor.

In manchen der ärmsten Länder behindern anhaltend hohe Fruchtbarkeitsraten die Entwicklung und tragen zum Fortbestehen der Armut bei. In einigen der wohlhabendsten Länder hingegen lassen niedrige Geburtenraten und ein Mangel an jungen Arbeitskräften die Frage aufkommen, ob die Wirtschaft dauerhaft wachsen kann und die sozialen Sicherungssysteme noch tragfähig sind.

Der Weltbevölkerungsbericht 2011 lotet einige dieser Widersprüche aus der Perspektive einzelner Menschen aus. Er beschreibt, welche Hürden ihnen in ihren Bemühungen entgegenstehen, ein besseres Leben für sich selbst, für ihre Familien, ihre Gemeinschaften und ihre Länder aufzubauen, und wie sie diese Hürden überwinden.

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In bewaffneten Konflikten wird geschlechtsspezifische Gewalt einschließlich Vergewaltigung immer häufiger als Instrument der Kriegsführung eingesetzt.

Diese Form der Gewalt steht im Mittelpunkt des Weltbevölkerungsberichts “Krise, Frieden, Wiederaufbau: Gesellschaften im Wandel”. Der Bericht fällt mit dem 10 jährigen Bestehen der UN-Resolution 1325 zusammen, welche im Jahr 2000 zum ersten Mal alle Parteien in bewaffneten Konflikten aufforderte, Frauen und Mädchen vor sexueller Gewalt zu schützen und Frauen stärker in friedensbildende Maßnahmen einzubeziehen.

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Der Weltbevölkerungsbericht 2009 untersucht den Zusammenhang zwischen dem Klimawandel jenseits der technischen Debatte sowie der Lage der Weltbevölkerung, wobei er die Auswirkungen der Erderwärmung bis auf die individuelle Ebene veranschaulicht.

Der Klimawandel bringt nicht nur Leben in Gefahr sondern er vertieft die Gräben zwischen Arm und Reich und vergrößert die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Vor allem Frauen in Entwicklungsländern sind vom Klimawandel stärker betroffen. Warum? Der Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen geht der SWOP 2009 nach. Er beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Bevölkerungsdynamik, reproduktiver Gesundheit, Frauenleben und verschiedener Folgen des Klimawandels.

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Kultur – die ererbten Muster gemeinsamer Anschauungen und allgemeiner Meinungen – beeinflußt wie Menschen ihr Leben meistern und ist die Linse durch die sie ihre Gesellschaft sehen.

Kulturen beeinflussen wie Menschen denken und handeln, produzieren aber keine Uniformität der Gedanken und des Verhaltens. Der Weltbevölkerungsbericht 2008 analysiert das Spannungsfeld zwischen der Annahme starrer Kulturformen und der Achtung der Menschen- und vor allem Frauenrechte.

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Sämtliche Weltbevölkerungsberichte  in anderen Sprachen finden Sie auf der Website des UNFPA