First Love Mobil ist das sexualpädagogische Angebot der ÖGF.

Die ÖGF leitet zwei niederschwellige Beratungsstellen für Jugendliche in Wien und führt seit 1993 sexualpädagogische Workshops durch. Über First Love Mobil erhalten Kinder und Jugendliche fachlich fundierte und sensible sexuelle Bildung, die ihre Fragen und Lebensrealitäten aufgreift. Unsere sexualpädagogische Arbeit setzt einen Schwerpunkt auf die Prävention ungewollter Teenager‑Schwangerschaften.

Die ÖGF hat das im Rundschreiben 2/2025  vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung vorgegebene Qualitätssicherungsverfahren erfolgreich durchlaufen und ist im Angebotspool der Geschäftsstelle zur Qualitätssicherung von schulexternen Angeboten zur Unterstützung des schulischen Unterrichts („Sexualpädagogik“) gelistet.

Kontakt

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

+43 681 205 653 39 
firstlovemobil@oegf.at 
+43 1 478 52 42

Ablauf
Der Ablauf richtet sich nach Alter, Entwicklungs- und Wissensstand der Schüler*innen/Teilnehmer*innen sowie nach ihren Fragen und den Themenwünschen der Lehrpersonen/pädagogischen Fachkräfte. Die eingesetzten Methoden stammen aus dem Lehr-, Lern- und Methodenhandbuch zur sexuellen und reproduktiven Bildung der ÖGF, das während des Workshops auch den Lehrpersonen bzw. Fachkräften zur Verfügung steht.

Grundhaltung
Die Arbeit von „First Love Mobil“ orientiert sich an den sexuellen und reproduktiven Rechten, den Standards für die Sexualaufklärung der WHO sowie am Grundsatzerlass Sexualpädagogik des BMBWF. Der Fokus auf sexuelle und reproduktive Rechte wird auch als menschenrechtsbasierte Sexualpädagogik bezeichnet und rückt die universellen Rechte in den Vordergrund, auf Basis derer Vielfalt von Sexualität, Liebes- und Beziehungsgestaltung möglich ist.

Team und Sprache
Alle Mitarbeiter*innen des „First Love Mobil“ Teams besitzen neben einer Grundausbildung (z.B. Soziale Arbeit, Psychologie, Pädagogik) eine sexualpädagogische Zusatzausbildung und verfügen über eine Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge. Alle durch den Grundsatzerlass Sexualpädagogik vom BMBWF definierten Voraussetzungen werden erfüllt. Darüber hinaus gelten für die ÖGF als Familienberatungsstelle seit 2020 vom BKA, Sektion VI – Familie und Jugend definierte Qualitätskriterien, um sexualpädagogisch tätig sein zu dürfen.
Unsere Mitarbeiter*innen sprechen Deutsch, Englisch und/oder Französisch.

Zielgruppen

Sexualpädagogische Workshops für 9-12 Jährige

Das Angebot richtet sich an Schüler*innen der  Volksschule und Unterstufe und wird von zwei Sexualpädagog*innen geleitet.

Dauer
Ein Workshop umfasst meist 3-4  Schulstunden; Termine und Uhrzeiten werden individuell vereinbart.
Wir freuen uns über einen Kostenbeitrag von 45 € pro Stunde.

Setting
Eine Sexualpädagogin und ein Sexualpädagoge arbeiten mit der Klasse zum Thema Sexualität. Die Gruppe kann bei Bedarf geteilt werden – zur thematischen Vertiefung, für Mädchen‑ bzw. Burschenrunden oder zur Entlastung der Klassendynamik. Häufig erfolgt die Teilung in der zweiten Workshophälfte.

Persönliche Fragen werden nicht gestellt, und diskriminierendes Verhalten hat keinen Platz. Das Team der ÖGF stellt gemeinsam mit den Lehrkräften eine geschützte Atmosphäre sicher. Bei gewünschter Nichtteilnahme werden gemeinsam mit den Lehrkräften individuelle Lösungen für die Schüler*innen gefunden. Unsere Sexualpädagog*innen unterliegen, hinsichtlich inhaltlicher Details, der Schweigepflicht.

Inhalte
Das Spektrum der Sexualität ist breit und die sexualpädagogische Arbeit überschneidet sich mit anderen pädagogischen Themen (u.a. Gewalt, Medien, soziales Lernen).

Mögliche Themen:

  • Pubertät und Erwachsenwerden
  • Körperwahrnehmung und Körperwissen, Sprache
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Gefühle, Freundschaft, Zuneigung und Liebe
  • Nähe und Grenzen, Privatsphäre, Mein Körper gehört mir (Missbrauchsprävention)
  • Umgang mit digitalen Medien; gute und schlechte Geheimnisse

Von körperbezogenen Fakten, dem Umgang miteinander, Nähe und Distanz bis zur Wahrnehmung und Benennung von Gefühlen – sexuelle Bildung geht über die rein biologische Wissensvermittlung hinaus. Neben thematischen Wünschen der Lehrpersonen wird besonders darauf geachtet, dass die Kinder Fragen einbringen können und diese verständlich, alters- und entwicklungsentsprechend beantwortet werden.
Lehrinhalte und Lehrmethoden orientieren sich an der aktuellen Situation, am Entwicklungsstand sowie den Wünschen und Bedürfnissen der Schüler*innen. Daher arbeiten wir in unterschiedlichen Settings und mit einer Vielfalt von Methoden. Diese werden je nach Situation und Bedarf ausgewählt.

Rahmenbedingungen in der Schule
Unser Team benötigt eine Möglichkeit zu schreiben (Tafel, Flipchart, Whiteboard oder Smart Board). Um die Arbeit mit geteilter Klasse (2 Gruppen) zu ermöglichen, benötigen wir in der zweiten Hälfte des Workshops einen zweiten Raum. Dieser Raum braucht keine gesonderte Ausstattung, es kann ein Gruppenraum, Lernraum oder z.B. die Bibliothek sein. Wichtig ist, dass die Gruppen in beiden Räumen ungestört arbeiten können.

Elternabende
Gerne stellen wir unser Angebot im Rahmen eines Elternabends oder Elternsprechtags vor und beantworten Fragen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Vor dem Workshop erhalten Eltern Informationen zu Ablauf, Haltung, Zugang und Zielen.

Sexualpädagogische Workshops ab 12 Jahren

Das Angebot richtet sich an Schüler*innen der Unter- und Oberstufe und wird von zwei Sexualpädagog*innen geleitet.

Dauer
Ein Workshop umfasst meist 3-4  Schulstunden; Termine und Uhrzeiten werden individuell vereinbart.
Wir freuen uns über einen Kostenbeitrag von 45 € pro Stunde.

Setting
Eine Sexualpädagogin und ein Sexualpädagoge arbeiten mit der Klasse zum Thema Sexualität. Die Gruppe kann bei Bedarf geteilt werden – zur thematischen Vertiefung, für Mädchen‑ bzw. Burschenrunden oder zur Entlastung der Klassendynamik. Häufig erfolgt die Teilung in der zweiten Workshophälfte.

Persönliche Fragen werden nicht gestellt, und diskriminierendes Verhalten hat keinen Platz. Das Team der ÖGF stellt gemeinsam mit den Lehrkräften eine geschützte Atmosphäre sicher. Bei gewünschter Nichtteilnahme werden gemeinsam mit den Lehrkräften individuelle Lösungen für die Schüler*innen gefunden. Unsere Sexualpädagog*innen unterliegen, hinsichtlich inhaltlicher Details, der Schweigepflicht.

Hinweis: Workshops können auch per Live‑Stream durchgeführt werden; dies wird individuell besprochen und vereinbart.

Inhalte
Typische Themen für jüngere Schüler*innen:

  • Pubertät und Erwachsenwerden
  • Körperwahrnehmung und Körperwissen, Sprache
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Gefühle, Freundschaft, Liebe und Zuneigung
  • Nähe und Grenzen, Privatsphäre, Mein Körper gehört mir (Missbrauchsprävention)
  • Umgang mit digitalen Medien; gute und schlechte Geheimnisse
  • Schutzalterbestimmungen in Österreich
  • Grundlagen zur Familienplanung
  • Anonyme Fragen

Typische Themen für ältere Schüler*innen:

  • Schwangerschaft und Verhütung
  • Körper und Gefühle
  • Kennenlernen und Beziehung(en)
  • Umgang mit Liebeskummer
  • Sexuelle und reproduktive Rechte
  • Konsens
  • Sexuelle Orientierungen und Identitäten, LGBTIQA+
  • Umgang mit Pornographie, Web 2.0 und gesetzliche Lage
  • Selbstbefriedigung
  • Das erste Mal; Sexualverhalten
  • Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen
  • Sexualisierte Gewalt und sexualisierter Machtmissbrauch
  • Sexualmoral und Werte
  • Anonyme Fragen

Rahmenbedingungen in der Schule
Für den Workshop benötigt unser Team eine Schreibmöglichkeit (Tafel, Flipchart, Whiteboard oder Smartboard). Um die Arbeit mit geteilter Klasse zu ermöglichen, ist in der zweiten Hälfte des Workshops ein zusätzlicher Raum erforderlich. Dieser muss nicht speziell ausgestattet sein; ein Gruppen‑ oder Lernraum oder etwa die Bibliothek ist ausreichend. Wichtig ist lediglich, dass beide Gruppen ungestört arbeiten können.
Für den Einsatz von Videoelementen ist ein Fernseher mit DVD‑Player oder ein Beamer von Vorteil. Weder der zweite Raum noch die technische Ausstattung sind verpflichtende Voraussetzungen für die Durchführung des Workshops.

Elternabende
Gerne stellen wir unser Angebot im Rahmen eines Elternabends oder Elternsprechtags vor und beantworten Fragen der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Vor dem Workshop erhalten Eltern Informationen zu Ablauf, Haltung, Zugang und Zielen.

Sexualpädagogische Workshops in Jugendeinrichtungen

Dauer
Ein Workshop umfasst meist 2-3 Stunden; Termine und Uhrzeiten werden individuell vereinbart.
Wir freuen uns über einen Kostenbeitrag von 45 € pro Stunde.

Setting
Je nach Bedarf der Einrichtung arbeiten ein bis zwei Sexualpädagog*innen vor Ort. Unsere Mitarbeiter*innen passen das Setting flexibel an: Es kann mit größeren oder kleineren Gruppen gearbeitet werden, etwa in alters- oder geschlechtsspezifischen Kleingruppen oder nach Themen und Interessen. Bei Bedarf sind auch Einzelberatungen möglich.

Das Angebot kann im offenen Betrieb stattfinden oder mit unterschiedlich stabilen Gruppen. Die Workshops sind nicht geschlossen; ein Kommen und Gehen der Teilnehmenden ist möglich, auch wenn wir kurze geschlossene Arbeitseinheiten anstreben.

Die Teilnahme ist freiwillig. Persönliche Fragen werden nicht gestellt, und diskriminierendes Verhalten hat, auch unter den Teilnehmer*innen, keinen Platz. Das sexualpädagogische Team der ÖGF stellt gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der Einrichtung eine geschützte Atmosphäre sicher. Unsere Sexualpädagog*innen unterliegen, hinsichtlich inhaltlicher Details, der Schweigepflicht.

Inhalte
Typische Themen für jüngere Teilnehmer*innen:

  • Körper und Pubertät
  • Verlieben, Liebeskummer und andere Gefühle
  • Mein Körper gehört mir (Grenzen, Missbrauchsprävention)
  • Schutzalterbestimmungen
  • Grundlagen zur Familienplanung
  • Anonyme Fragen

Typische Themen für ältere Teilnehmer*innen:

  • Schwangerschaft und Verhütung
  • Körper und Gefühle
  • Kennenlernen und Beziehung(en)
  • Umgang mit Liebeskummer
  • Sexuelle und reproduktive Rechte
  • Sexuelle Orientierungen und Identitäten, LGBTIQA+
  • Umgang mit Pornographie, Web 2.0 und gesetzliche Lage
  • Selbstbefriedigung
  • Das erste Mal; Sexualverhalten
  • Sexualisierte Gewalt
  • Sexualmoral und Werte
  • Anonyme Fragen

Wir orientieren uns an den aktuellen Themen der Jugendlichen.

Rahmenbedingungen für das Abhalten eines Workshops in einer Einrichtung
Das Team von First Love Mobil passt sich grundsätzlich den Gegebenheiten der jeweiligen Einrichtung an. Eine Schreibmöglichkeit (Tafel, Flipchart, Whiteboard o. Ä.) ist hilfreich. Wenn möglich, sollte ein Raum zur Verfügung stehen, in dem ungestört gearbeitet werden kann. Ist dies nicht gegeben, kann der Workshop auch gut im offenen Setting durchgeführt werden.

Sexualpädagogische Workshops für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Dauer
Bewährt hat sich eine Dauer von 3 Stunden zuzüglich Vor- und Nachbesprechung. Bei Bedarf kann auch ein Follow-Up Workshop stattfinden.
Wir freuen uns über einen Kostenbeitrag von 45 € pro Stunde;  bei Bedarf können Workshops auch kostenfrei angeboten werden.

Setting
Die Teilnahme der Jugendlichen ist freiwillig. Die geschlechtergetrennte Arbeit hat sich bewährt: Zwei Sexualpädagoginnen (für Mädchen) bzw. zwei Sexualpädagogen (für Burschen) kommen in die Einrichtung, um das Thema Sexualität gemeinsam mit den Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen zu erarbeiten. Unsere Sexualpädagog*innen unterliegen der Schweigepflicht. Da Gespräche über sensible Themen mit externen Fachpersonen oft leichter fallen, empfehlen wir, dass Betreuungspersonen während der Workshops nicht anwesend sind.

Sprache und Dolmetsch
Workshops können in Deutsch, Englisch und nach Absprache in Französisch sowie Türkisch abgehalten werden. Dolmetscher*innen sind, sofern erforderlich, erwünscht. Diese unterliegen ebenfalls der Vertraulichkeit und sollten im Vorfeld über den Inhalt des Workshops informiert werden. First Love Mobil kann keine Dolmetschkosten übernehmen.

Inhalte und Schwerpunkte
Der Schwerpunkt liegt auf sexuellen und reproduktiven Rechten im Sinne einer menschenrechtsbasierten Sexualpädagogik. 

Vermittelt werden rechtliche Grundlagen (Jugendschutz, Gleichstellung, Schutz vor Diskriminierung, Religionsfreiheit), Informationen zu Körper, Gesundheit und Verhütung sowie zum österreichischen Gesundheitssystem (gynäkologische/urologische Untersuchung, Zugang zu Verhütungsmitteln). Auch Diskriminierungsschutz für Minderheiten ist zentral.

In Burschengruppen zeigt sich häufig ein besonderer Bedarf an Orientierung zu sozialen „Regeln“ des Kennenlernens und des Umgangs mit Mädchen/Frauen in Österreich. Zudem werden stark tabuisierte Themen (z. B. Jungfräulichkeit, Selbstbefriedigung) aufgegriffen. Grenzen, Umgang mit Liebeskummer und Zurückweisung sind ebenfalls übliche Inhalte.

Unser Team orientiert sich an der jeweiligen Gruppe und nähert sich bei stark tabuisierten Gruppen behutsam dem Thema Sexualität.

Mögliche Themen:

  • Körper und Anatomie
  • Gefühle
  • Schwangerschaft und Verhütung
  • Pubertät
  • Kennenlernen
  • Sexuelle Orientierung und Identitäten
  • Umgang mit Pornografie
  • Web 2.0 und gesetzliche Lage
  • Selbstbefriedigung
  • Das erste Mal
  • Sexualmoral und Werte
  • Gesetze und Normen zu den Themen Geschlecht und Sexualität

Selbstverständlich können auch Workshops mit Gruppen erwachsener Personen vereinbart werden.