Verhütungsmethoden



A) Einleitung


Zyklus

Unter Zyklus versteht man den Abstand zwischen dem ersten Tag der letzten Menstruations(Regel)blutung und dem ersten Tag der folgenden Menstruation. Blutungen können von der Dauer und der Stärke her unterschiedlich sein. Zyklen können zwischen 21 und 35 Tage dauern und dadurch variiert auch der Zeitraum der Fruchtbarkeit von Zyklus zu Zyklus. Ungefähr 14 Tage vor der nächsten Regelblutung kommt es zum Eisprung. Das im Eierstock gereifte Ei tritt aus seinem Bläschen heraus und wandert in einen der beiden Eileiter. Im Laufe der nächsten vier bis fünf Tage erreicht das Ei auf seinem Weg die Gebärmutter. Sofern das Ei in dieser Zeit in den Eileitern befruchtet wird, nistet es sich in der Gebärmutter ein und entwickelt sich weiter. Samenzellen sind bis zu fünf Tage fähig, eine Eizelle zu befruchten und eine reife Eizelle kann 12 bis 24 Stunden befruchtet werden. Wurde das Ei nicht befruchtet, löst es sich auf, die aufgebaute Schleimhaut der Gebärmutter wird abgestoßen und die Frau hat ihre Menstruation. Das Risiko einer Schwangerschaft kann durch die unterschiedlich langen Menstruationszyklen schwer ausgeschlossen werden. Tagezählen, Stillen und Coitus Interruptus sind untaugliche Methoden der Empfängnisverhütung.

Die Qual der Wahl

Sicherheit, einfache Verwendung und Akzeptanz sind für die erfolgreiche Anwendung einer Verhütungsmethode ausschlaggebend. Die persönliche Einstellung zur angewandten Methode beeinflusst die Kontinuität in der Anwendung. Oft wird die Benutzung von Verhütungsmitteln als anstrengend, unbequem oder störend erlebt. Auf der anderen Seite ist Empfängnisverhütung eine unbedingte Notwendigkeit, die auch emotional akzeptiert werden muss, wenn man keine Kinder haben will. Die ideale Methode für jede Lebenssituation gibt es nicht. Verhütung ist deshalb immer ein Kompromiss zwischen dem Wunsch nicht schwanger werden zu wollen und der disziplinierten Anwendung von Methoden.
Bevor Sie sich für eine Methode entscheiden, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wäre eine Schwangerschaft für mich zum jetzigen Zeitpunkt grundsätzlich denkbar?
  • Wie würde ich mit einer ungewollten Schwangerschaft klar kommen?
  • Hätte ich eigentlich gerne (noch) ein Kind?
  • Zwingt mich meine persönliche Lage zu verhüten?
  • Haben mein Partner/meine Partnerin und ich den Kinderwunsch abgeschlossen?
  • Kommen bestimmte Methoden für mich überhaupt nicht in Frage?
  • Kann ich mir vorstellen, jeden Tag eine Pille zu nehmen?
  • Macht es mir etwas aus, mit den Fingern das Diaphragma oder den Vaginalring in meine Scheide einzuführen?
  • Stört es mich, immer ein Pflaster auf der Haut zu haben?
  • Wie fühle ich mich bei dem Gedanken, ständig einen Fremdkörper (Spirale/Hormonspirale/Implantat) in meinem Körper zu haben, auch wenn ich diesen nicht spüre?
  • Lehne ich Methoden ab, die nicht rückgängig zu machen sind (Sterilisation)?
  • Möchte ich einen Schutz über einen längeren Zeitraum?
  • Möchte ich mich vor jedem Verkehr wieder neu entscheiden können, ob ich eine Schwangerschaft zulasse?
  • Fühle ich mich nur wohl, wenn ich die Verhütung selbst kontrolliere?
  • Kann ich meinem Partner/meiner Partnerin vertrauen?
  • Ist der Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen ein Thema für mich? 

Schutz vor Krankheiten

Der einzige Schutz gegen eine Ansteckung mit HIV / AIDS ist die Anwendung/Verwendung? von Kondomen. Das Kondom schützt auch vor der Ansteckung sexuell übertragbarer Infektionen bzw. verringert das Risiko einer Ansteckung (Chlamydien, Tripper, Syphilis, HPV Infektionen, Hepatits B, Herpes genitalis, Trichomonaden, Pilzinfektionen, Filzläuse,…).

B) Hormonelle Methoden


Die Pille


Die Pille
Ab wann kann ich beginnen, die Pille zu nehmen?
Sie können am ersten Tag Ihrer nächsten Regelblutung beginnen, die Pille zu nehmen. Bitte vergessen Sie nicht, bis dahin ein anderes Verhütungsmittel zu verwenden (am besten Kondome)!

Wie muss ich die Pille nehmen?
Es ist egal, zu welcher Tageszeit Sie die Pille nehmen. Überlegen Sie sich einen Zeitpunkt, an dem Sie sicher jeden Tag daran denken können, die Pille zu schlucken; Sie sollten die Pille jeden Tag ungefähr um dieselbe Zeit einnehmen.
Können Sie aus irgendeinem Grund die Pille erst später einnehmen, haben Sie 12 Stunden Zeit, um sie nachzunehmen. Diese 12 Stunden sind ein "Sicherheitspolster" - wenn Sie die Pille innerhalb dieser Zeit nehmen, ist sie nach wie vor absolut sicher.
Beispiel: Sie nehmen normalerweise jeden Tag um 7 Uhr morgens die Pille; haben Sie einmal darauf vergessen, können Sie sie also bis 19 Uhr nachnehmen, ohne dass die Sicherheit der Pille kleiner wird. Wenn Sie also mal am Sonntag bis 14 Uhr schlafen, brauchen Sie sich nicht den Wecker zu stellen, sondern können sie einfach um 14 Uhr nehmen, wenn Sie aufwachen.
Sie schlucken 21 Tage lang jeden Tag eine Pille. Dann nehmen Sie 7 Tage lang keine Pille ein. Während dieser Einnahmepause wird Ihre Regelblutung kommen. Sie kann etwas leichter und kürzer sein als normalerweise - das sollte Sie nicht schrecken, das ist eine angenehme Nebenwirkung der Pille.
Nach genau sieben Tagen, an denen Sie keine Pille genommen haben, Beginnen Sie am 8. Tag mit der nächsten Pillenpackung. Es ist egal, ob Sie dann noch die Regelblutung haben oder nicht mehr.

Das Einnahmemuster schaut also so aus:
21 Tage Pille schlucken - 7 Tage keine Pille einnehmen - 21 Tage Pille schlucken - 7 Tage keine Pille einnehmen - ...
Sie können am ersten Tag Ihrer nächsten Regelblutung beginnen, die Pille zu nehmen. Bitte vergessen Sie nicht, bis dahin ein anderes Verhütungsmittel zu verwenden (am besten Kondome)!
Es gibt auch Pillenpackungen mit 28 Tabletten. Dann nehmen sie durchgehend jeden Tag eine Tablette. Es gibt keine Einnahmepause!

Wann ist die Pille allein als Schutz nicht genug?
Die Pille schützt Sie nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie z.B. Tripper, Chlamydien oder Aids.

Die Pille und Rauchen
Wenn Sie die Pille nehmen und gleichzeitig rauchen, so haben Sie längerfristig betrachtet ein wesentlich höheres Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln im Körper ( löst z.B. Gehirnschlag, Herzinfarkt, Lungeninfarkt, Thrombosen in den Beinen... aus). Je mehr andere Risikofaktoren noch dazukommen (z.B. Übergewicht, ungesunde Ernährung, wenig Bewegung...), desto größer wird Ihr Risiko. Es ist daher wichtig für Ihre Gesundheit, so wenig wie möglich, am besten gar nicht zu rauchen.

Zugänglichkeit
Die Pille  wird von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt verschrieben. Gegen Rezept ist sie dann in der Apotheke erhältlich.

Nützliche App:
Regelmäßig die Pille einzunehmen, klingt ganz selbstverständlich - ist aber gar nicht so einfach. Die kostenlose und werbefreie App "Vergissmeinnicht" von BZgA, pro familia und ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände erinnert rechtzeitig und diskret an die nächste Pilleneinnahme und informiert darüber, was bei einer Verhütungspanne zu tun ist.
http://www.bzga.de/vergissmeinnicht/


Der Vaginalring


Vaginalring
Vaginalring Verwendung

Der Vaginalring ist ein fast farbloser Kunststoffring mit 54 mm Außendurchmesser und 4 mm Stärke, der Hormone enthält. Die Hormone werden über die Vaginalschleimhaut aufgenommen und bewirken so, dass der monatliche Eisprung verhindert wird. Die Hormone sind Östrogen und Gestagen (0,015 mg Ethinylestradiol und 0,120 mg Etonogestrel) und entsprechen den derzeit niedrigst dosierten Pillen. Den biegsamen Ring führen Sie selbst direkt in die Scheide ein (ähnlich wie einen Tampon). Ihre Ärztin/Ihr Arzt muss Ihnen erklären, wie Sie den Ring einsetzen und entfernen. Falls der Ring zufällig ausgestoßen wird (z.B. beim Entfernen eines Tampons), kann er mit kühlem oder lauwarmen (nicht heißem) Wasser abgespült werden. Dann sollte der Ring unverzüglich wieder eingesetzt werden.
Ähnlich wie bei der Pille gibt es auch beim Ring das gleiche Anwendungsschema bei der Hormonzufuhr. Der Ring bleibt für einen Zeitraum von 3 Wochen in der Scheide liegen. Nach 3 Wochen wird der Ring von der Frau selbst entfernt. Es folgt eine Woche Pause, in der eine Monatsblutung eintritt. Nach dieser Woche Pause wird ein neuer Ring von der Frau eingesetzt.

Vorteile des Vaginalrings
Die Anwendung ist sehr unkompliziert und erfolgt nur einmal im Monat. Die tägliche Einnahme wie bei der Pille entfällt, Sie müssen beim Geschlechtsverkehr nicht an die Verhütung denken, sondern nur beim Wechsel des Ringes. Periodenschmerzen und Blutungsstärke werden fast immer geringer.

Nachteile des Vaginalrings
Die Hormone greifen in den Zyklus der Frau ein und können unerwünschte Nebenwirkungen verursachen, beispielsweise Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Migräne, Bluthochdruck. Allerdings sind diese Nebenwirkungen meist geringer als bei oralen Verhütungsmitteln.
Wie alle hormonellen Verhütungsmittel darf der Ring nicht von Frauen mit einem erhöhten Thromboserisiko (schon stattgefundene Thrombosen bzw. gehäuftes familiäres Auftreten; Störungen der Blutgerinnung), schweren Lebererkrankungen, Diabetes, Tumoren der Genitalorgane oder der Brust verwendet werden. Starke Raucherinnen jedes Alters und Frauen über 35 Jahre sollten generell keine hormonelle Verhütung anwenden. Auch in der Stillzeit sollte der Vaginalring nicht angewendet werden. Die gleichzeitige Verwendung anderer Arzneimittel soll nur nach Absprache mit einer Ärztin/einem Arzt erfolgen.

Zuverlässigkeit
Der Vaginalring ist eine der sichersten Verhütungsmethoden, vorausgesetzt, die angegebenen Anwendungsvorschriften werden beachtet und eingehalten. Nach dem Absetzen des Ringes sind Sie sofort wieder fruchtbar.

Zugänglichkeit
Der Vaginalring wird von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt verschrieben. Gegen Rezept ist er dann in der Apotheke erhältlich.

Das Verhütungspflaster


Verhütungspflaster

Wie sieht das Verhütungsmittelpflaster aus
Das Verhütungspflaster ist ein 4,5 x 4,5 cm kleines, dünnes beigefarbenes Pflaster. Es enthält die Hormone Östrogen und Gestagen (Ethinylestradiol und Norelgestromin) und verhindert eine Schwangerschaft auf die selbe Weise wie die Pille.

Wie wirkt das Pflaster
Die Wirkstoffe werden nach dem Aufkleben in gleichmäßig niedrigen Mengen direkt durch die Haut an den Blutkreislauf abgegeben. Sie verhindern den monatlichen Eisprung.

Wie wird das Pflaster angewendet
Das Verhütungspflaster wird 1 x pro Woche - also z.B. jeden Montag - aufgeklebt. Drei Wochen hintereinander wird das Pflaster jeweils am gleichen Wochentag (z.B. Montag) erneuert, dann folgt eine pflasterfreie Woche, in der die Entzugsblutung (wie bei der Pille) eintritt. Pro Zyklus werden also insgesamt 3 Pflaster angewendet. Danach beginnt ein neuer Zyklus.

Als Klebestellen für das Pflaster eignen sich Gesäß, Bauch, der gesamte Oberkörper (mit Ausnahme der Brust) und der äußere Oberarm. Das Verhütungspflaster wird auf die saubere und trockene Haut geklebt und noch mindestens 10 Sekunden lang fest angedrückt.

Vorteile
Mit dem Verhütungspflaster müssen Sie nur noch einmal wöchentlich an die Verhütung denken. Die Gefahr des Vergessens wird dadurch deutlich minimiert. Sollte man auch beim Pflaster einmal vergessen hat man mit 48h mehr Zeit die Anwendung nachzuholen als bei der Pille. Die Anwendung des Pflasters ist einfach. Da die Wirkstoffe beim Verhütungspflaster über die Haut aufgenommen werden, schützt es auch bei Magen-Darm-Problemen, wie Durchfall oder Erbrechen, zuverlässig vor einer Schwangerschaft. Zu welcher Uhrzeit das Pflaster gewechselt wird ist egal. Da der Wechsel daher nicht so präzise innerhalb eines Tages erfolgen muss wie die Einnahme der Pille (gleicher Zeitpunkt) eignet sich das Pflaster besonders, wenn sie viel reisen, einen unregelmäßigen Lebensstil haben oder im Schichtdienst arbeiten.

Nachteile
Es kann zu Anwendungsfehlern kommen. Wenn Sie das Verhütungspflaster nicht rechtzeitig wechseln (innerhalb von 48 Stunden), ist kein zuverlässiger Verhütungsschutz gegeben. In seltenen Fällen (2-3%)kann sich das Pflaster ganz oder teilweise ablösen, in diesem Fall muss innerhalb von 24 Stunden ein neues Pflaster aufgeklebt werden. Vorübergehende Zwischenblutungen oder leichtes Brustspannen sind in den ersten Monaten der Anwendung manchmal möglich. Die Hormone greifen in Ihren Zyklus ein und können in seltenen Fällen unerwünschte Nebenwirkungen verursachen, wie Übelkeit, Erbrechen oder Migräne. Hautreizungen an der Klebestelle können auftreten, die jedoch nur in seltenen Fällen auch zu einem Absetzen des Pflasters erfordern. Ab 90 kg Körpergewicht ist die Wirksamkeit des Verhütungspflasters eventuell nicht mehr gegeben.
Für das Verhütungspflaster gelten die gleichen Gegenanzeigen wie bei der Pille und es soll in diesen Fällen nicht angewendet werden. Auch in der Stillzeit sollte das Verhütungspflaster nicht verwendet werden. Die gleichzeitige Verwendung anderer Arzneimittel sollte nur nach Absprache mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt erfolgen. Im Gespräch mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt können Sie gemeinsam klären, ob das Verhütungspflaster für Sie geeignet ist.

Zuverlässigkeit
Das Verhütungspflaster ist ebenso sicher wie die Pille. Studien zeigen, dass Frauen aller Altersgruppen das Pflaster zuverlässiger richtig anwenden als die täglich einzunehmende Pille. Richtig aufgeklebt, hält das Pflaster auch beim Sport, in der Sauna und bei Aktivitäten im Wasser sehr gut.
Auch bei Erbrechen oder Durchfall schützt das Verhütungspflaster zuverlässig.

Zugänglichkeit
Das Verhütungspflaster wird von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt verschrieben. Gegen Rezept ist es dann in der  Apotheke erhältlich.


Das kontrazeptive Implantat


Das kontrazeptive Implantat
Das Implantat ist ein 4 cm langes und 2mm dickes, flexibles Kunststoffstäbchen, das unter der Haut im Oberarm eingesetzt wird.

Wie wirkt das Implantat?
Eine kleine Menge Gestagen (Etonogestrel) wird kontinuierlich in den Körper abgegeben und verhindert so den monatlichen Eisprung.
Zusätzlich bewirkt dieses Hormon eine Veränderung des Gebärmutterschleims, wodurch es den Samenzellen erschwert wird in die Gebärmutter einzudringen.
Das Implantat ist für eine Wirkdauer von drei Jahren entwickelt worden.

Wie wird das Implantat eingesetzt?
Das Implantat wird mit lokaler Betäubung in Ihren Oberarm von einem/r ÄrztIn eingesetzt

Nebenwirkungen des Implantats
Das Implantat kann in seltenen Fällen zu

In häufigen Fällen beeinflusst das Implantat den Menstruationszyklus, da es zu keinem Eisprung kommt.

Zugänglichkeit
Das Implantat muss von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt eingesetzt werden.


Die 3 Monatsspritze


Die 3 Monatsspritze

Wie wirkt die 3 Monatsspritze?
Die 3 Monatsspritze enthält ein Hormon Namens Gestagen, das ihrem körpereigenen Gelbkörperhormon ähnlich ist. Dies verhindert durch langsame Ausschüttung des Gestagens in den Körper, dass eine Eizelle reifen kann. Darüber hinaus wirkt sie auf den Schleim im Gebärmutterhals und die Schleimhaut in der Gebärmutter.

Welche Nachteile hat die 3 Monatsspritze?

Wie kann ich die 3 Monatsspritze zum ersten Mal anwenden?
Sie erhalten die erste Injektion innerhalb der ersten 5 Tage ihrer Regelblutung und sind ab diesem Zeitpunkt bereits geschützt und bleiben dies auch solange sie die Injektionstermine im 3 Monatsabstand einhalten.

Zugänglichkeit
Die 3 Monatsspritze wird von ihrem Arzt injiziert.

C) Intrauterine Methoden


Die Kupfer-Spirale


Die Spirale

Wie sieht die Spirale aus?
Die Spirale wird auch Kupferspirale oder Intrauterinpessar ( IUD od. IUP) genannt. Sie ist 2-4 cm groß und in ihrer Form einem "T" angenähert. Die Achse ist mit einem dünnen Kupferdraht umwickelt, die Seitenarme sind aus beweglichem Kunststoff. Am unteren Ende des "T" befinden sich zwei Kontrollfäden aus Nylon. Die genaue Form und Größe der Spirale ist abhängig von der Herstellerfirma.

Wie wirkt die Spirale?
Mit Sicherheit kann niemand sagen wie die Spirale eigentlich wirkt. Man geht davon aus, dass der Körper auf den starken Reiz des Fremdkörpers mit Abwehrmaßnahmen, die sich auch gegen Ei und Samenzelle richtet, reagiert. Zusätzlich wirkt das ununterbrochen in kleinsten Mengen abgegebene Kupfer hemmend auf die Beweglichkeit der Samenzellen. Sicher ist aber nur, dass es mit einer Kupferspirale so gut wie nie zu einer Befruchtung kommt. Falls doch, kann sich die befruchtete Eizelle in der Regel nicht einnisten.

Wie wird die Spirale eingelegt?
Eingesetzt wird die Spirale nach gründlicher Untersuchung durch die Ärztin/den Arzt. Mit einem dünnen Röhrchen wird die Spirale vorsichtig in die Gebärmutter eingeschoben, wo sie sich entfaltet. Der günstigste Zeitpunkt zum Einsetzen der Spirale ist während der Monatsblutung. Aus drei Gründen:
Erstens sind Sie dann wahrscheinlich nicht schwanger. Zweitens haben Sie sowieso schon Blutungen, in denen die von der Spirale verursachten am ehesten untergehen. Drittens ist der Gebärmutterhals während der Blutung leicht geweitet: Das Einsetzen ist weniger schmerzhaft. Die Spirale kann auch außerhalb der Monatsblutung gelegt werden. U.U. kann das Setzen etwas scherzhafter sein und vorab wird ein Schwangerschaftstest gemacht.

Wer die Spirale nicht verwenden sollte!

Wie sicher ist die Spirale?
Die statistische Sicherheit liegt bei etwa 98%, d.h. 1-7 Frauen von Hundert werden pro Jahr mit der Spirale schwanger.

Zugänglichkeit
Die Spirale muss von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt eingesetzt werden.

Die Hormonspirale


Die Hormonspirale

Was ist eine Hormonspirale?
Die Hormonspirale oder Intrauterinsystem "Mirena" genannt, ist ein 32 mm lange Kunststoffspirale in T-Form, die als Träger für einen Zylinder mit Gelbkörperhormonen (Levonorgestrel) dient.

Wie wirkt  die Hormonspirale?
Durch die lokale Freisetzung des Gelbkörperhormons in die Gebärmutter kommt es zur dreifachen Wirkung:

Wie wird die Hormonspirale eingesetzt?
Eingesetzt wird das Hormonpessar nach gründlicher Untersuchung durch die Ärztin/den Arzt. Mit einem dünnen Röhrchen wird das Hormonpessar vorsichtig in die Gebärmutter eingeschoben, wo sie sich entfaltet. Der günstigste Zeitpunkt zum einsetzten des Pessars ist innerhalb der ersten drei Tage der Monatsblutung. Aus drei Gründe:
Erstens sind Sie dann wahrscheinlich nicht schwanger. Zweitens haben sie sowieso schon Blutungen, in denen die vom Pessar verursachten am ehesten untergehen. Drittens ist der Gebärmutterhals während der Blutung leicht geweitet: Das Einsetzen ist weniger schmerzhaft.

Wer die Hormonspirale nicht verwenden sollte!

Beeinflusst die Hormonspirale meine Monatsblutung?
Die Monatsblutungen verändern sich:

Wie sicher ist das Hormonpessar?
Umfangreiche Studien zeigten, dass von 1000 Frauen pro Jahr 1-2 Frauen schwanger wurden. Der Schutz vor einer Schwangerschaft besteht sofort, wenn das Pessar während der Monatsblutung eingelegt wird.

Zugänglichkeit
Die Spirale muss von Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt eingesetzt werden.

D) Barriere-Methoden


Das Diaphragma


Das Diaphragma Das Diaphragma
Nuvaring

Was ist ein Diaphragma?
Das Diaphragma ist eine weiche Gummimembran, die kuppelartig über einen elastischen Gummiring gespannt ist (Durchmesser 50 bis 105mm

Wie wirkt ein Diaphragma?
Sein Wirkungsprinzip ist denkbar einfach: Vor dem Geschlechtsverkehr (unmittelbar oder ein bis zwei Stunden davor) wird die weiche Gummimembran mit einer samenabtötenden Creme bestrichen in die Scheide eingeführt und dort über den Muttermund gestülpt. Als mechanische und chemische Barriere hindern Diaphragma und samenabtötende Creme die Spermien daran in die Gebärmutter einzudringen.

Wie wird das Diaphragma angepasst?
Das Diaphragma muss bei der Ärztin/dem Arzt individuell angepasst werden.
Richtig angepasst reicht das Diaphragma vom hinteren Ende der Scheide bis hinters Schambein und bedeckt den Muttermund rundum ab. Ist es zu klein oder zu groß, kann es während des Geschlechtsverkehrs vertuschen. Wer fünf Kilo zu- oder abnimmt oder eine Schwangerschaft hinter sich hat, braucht möglicherweise eine neue Größe.

Wie wird das Diaphragma verwendet?
Am besten unmittelbar vor dem Verkehr (höchstens 6 Stunden davor) einen Esslöffel samenabtötender Creme in die Mitte des Diaphragmas geben. Mit dem Finger eine dünne Schicht auf der Innenseite verstreichen. Dann die Ränder mit der einen Hand zusammendrücken, mit der andern die Schamlippen auseinanderhalten. Das Diaphragma langsam mit dem Gel nach oben einführen, ganz hochschieben. Sitzt das Diaphragma richtig, rastet es ein. Mit dem Finger nachtasten, ob der Muttermund unter dem Gummi zu spüren ist. Je kürzer vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt wird, desto zuverlässiger wirkt es. Bei wiederholtem Verkehr muss das Diaphragma an seinem Platz bleiben, es muss zusätzlich Creme mit dem Finger oder dem Applikator eingeführt werden.

Nie ohne Gel verwenden!
Nach dem Geschlechtsverkehr muss das Diaphragma 8 bis max. 24 Stunden in der Scheide bleiben. Zum Herausnehmen fassen Sie mit dem Finger hinter den unteren Rand des Diaphragmas, und ziehen Sie es nach unten heraus. Das Diaphragma gründlich mit warmem Wasser und milder Seife waschen, abspülen, sorgfältig abtrocknen und in der Dose aufbewahren.

Die Haltbarkeit wird mit ca.  1-2 Jahren angegeben.

Zugänglichkeit
Das Diaphragma wird von ihrer/ihrem Ärztin/Arzt angepasst.
Beim neuen Caya® Diaphragma ist keine Anpassung durch die Ärztin / den Arzt notwendig. Für Frauen, die das kleinste oder größte herkömmliche Diaphragma verwenden, nicht geeignet.

FemCap


Was ist eine Femcap?
Die Femcap ist eine kleine aus Silikon bestehende Kappe die in drei Größen lieferbar ist (22mm, 26mm, 30mm Durchmesser).

Wie wirkt die FemCap?
Die FemCap ist eine kleine Kappe die über den Muttermund-Portio gestülpt wird. Der Rand der Kappe schaut wie eine trichterförmige Krempe aus, diese legt sich an die Wand der Scheide an. Zwischen Krempe und Kappe befindet sich eine Vertiefung, in diese Vertiefung wird spermizide Creme gegeben. Eine an der Kappe angebrachten Schlaufe erleichtert das Entfernen. Während der maximalen Liegezeit von 48 Stunden sollte, bei wiederholtem Verkehr vorher nochmals eine kleine Menge samenabtötende Creme in die Scheide gegeben werden.
Als mechanische und chemische Barriere hindern FemCap und samenabtötende Creme die Spermien daran in die Gebärmutter einzudringen.

Wie wird die FemCap angepasst?
Die FemCap ist in drei verschiedenen Größen erhältlich, 22mm ist für sehr junge Frauen, 26mm ist für Frauen die noch nicht geboren haben aber vielleicht einen Abbruch oder einen Abortus hatten. 30mm ist für Frauen die schon geboren haben.

Das Kondom


Das Kondom

Das Kondom, auch Präservativ, Gummi, Pariser genannt ist eine 0,3 bis 0,4 Millimeter dünne Latexhülle. Es ist unschädlich, leicht erhältlich und bei richtiger Anwendung auch zuverlässig. Außerdem ist es neben der Sterilisation (Vasektomie) die einzige Verhütungsmethode, bei der auch der Mann seinen Teil der Verantwortung übernehmen kann.

Wie wirkt das Kondom?
Nach dem Samenerguss (Ejakulation) bleiben Samenflüssigkeit und Spermien im Kondom und werden zusammen mit dem Glied aus der Scheide gezogen. Dadurch können die Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen und eine Befruchtung der Eizelle verhindert werden.

Wie wird es angewendet?
Anwendung Kondom
Bevor das Glied erstmals in die Scheide eingeführt wird, wird das Kondom über das steife Glied bis zum Gliedschaft abgerollt. Besitz das Fabrikat kein eingebautes Reservoir für die Samenflüssigkeit, darauf  achten, dass vorne etwas Platz bleibt. Achtung: auch der sogenannte "Sehnsuchtstropfen" - lange vor dem Orgasmus - enthält Samenzellen. Und auch Spermien knapp außerhalb der Scheide können ihren Weg in die Gebärmutter finden.
Beim Herausziehen wird das Kondom beim Gummiring am Gliedansatz festgehalten, damit es nicht abrutschen kann.

Vorteile des Kondoms

Nachteile des Kondoms

Wie sicher ist es?
Die Versagerquote kann so niedrig sein wie bei der Spirale. Sehr viel hängt jedoch davon ab, wie korrekt das Kondom verwendet wird. Die meisten Versager stammen von Fehlern beim Zurückziehen!

Zugänglichkeit
Kondome können u.a. in Drogerien und Apotheken gekauft werden.

Links
www.kondomberater.de

Kondomgröße bestimmen:
ÖGF-Kondomguide
www.kondomberater.de/files/vinico_massband_01_06.pdf

E) Chemische Verhütungsmittel


Samenabtötende Zäpfchen, Cremes, Tabletten, Gels oder Schaum


Samenabtötendes Zäpfchen
Alle chemischen Verhütungsmittel werden vor dem Verkehr in die Scheide eingeführt. Bei Zäpfchen und Tabletten allerdings unbedingt zehn Minuten warten, weil sie sonst noch nicht geschmolzen sind und keine sicher Wirkung entwickelt haben.

Wie wirken chemische Mittel?
Sie verändern einerseits das Scheidenklima und lähmen oder zerstören die Samenzellen, anderseits hindern sie durch einen zähen Schleim das Aufsteigen der Spermien in die Gebärmutter.

Vorteile der chemischen Mittel

Nachteile der chemischen Mittel

Zugänglichkeit
Chemische Verhätungsmittel können in der Apotheke gekauft werden.

F) Chirurgische Methoden


Die Sterilisation


Was ist Sterilisation?
Sterilisation bedeutet das endgültige Ende der Fruchtbarkeit. Denn mit einer Sterilisation wird der Transportweg der Samenzellen zu den Eizellen mechanisch unterbrochen, entweder durch

Wer kann sich sterilisieren lassen?
Da im Gegensatz zu allen anderen Verhütungsmethoden die Sterilisation eine endgültige Beendigung der Fruchtbarkeit bedeutet, ist es wichtig, dass der Entschluss zur Sterilisation, sehr sorgfältig und wohlüberlegt erfolgt.
Das Gesetz sieht folgende Grundlage für eine Sterilisation vor: "Die von einem Arzt an einer Person mit deren Einwilligung vorgenommene Sterilisation ist nicht rechtswidrig, wenn entweder die Person bereits das 25. Lebensjahr vollendet hat, oder der Eingriff aus anderen Gründen nicht gegen die guten Sitten verstößt" (BGBI 60/1974).

Sterilisation der Frau (Tubenligatur)

Wie erfolgt der operative Eingriff?
Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und kann auf drei verschiedene Arten durchgeführt werden:

Die Eileiter können entweder mit Kunststoff- oder Metallclipsen verschlossen werden oder auch mittels Strom durchtrennt werden.

Welche Folgen hat die Sterilisation?
Sie sind sofort nach dem Eingriff unfruchtbar. An der Wirkung der weiblichen Hormone (Eisprung und Monatsblutung) verändert sich nichts. Die Regelblutung findet so wie immer statt. Die Eizelle die jedes Monat zur Reifung gelangt, wird nach dem Eingang in die Bauchhöhle abgebaut.

Zuverlässigkeit
Die Sterilisation ist eines der sichersten Verhütungsmethoden. Dennoch kann es, auch wenn die Operation korrekt durchgeführt wurde, zu Versagern, eventuelle Schwangerschaft kommen.

Zugänglichkeit
Die Sterilisation wird in Krankenhäusern oder Tageskliniken durchgeführt.

Sterilisation des Mannes - Vasektomie
Sterilisation des Mannes

Wie erfolgt die Operation?
Da die Samenleiter leicht erreichbar sind, wird der Eingriff zu meist in lokaler Betäubung durchgeführt.
Die  Samenleiter werden durchtrennt und ein Stück entfernt. Dies bewirkt eine mechanische Sperre für den Samen.

Welche Folgen hat die Vasektomie?
Nachdem die Samenleiter durchtrennt und unterbunden wurden, gelangen keine Samenzellen mehr zur Samenflüssigkeit. Die Unterbrechung der Samenleiter hat keinerlei Einfluss auf die Hormonproduktion und deshalb auch keine auf die sexuelle Potenz des Mannes.

Zuverlässigkeit
Die Vaseckomie ist die sicherste Verhütungsmethode für den Mann. In weniger als 1% der durchgeführten Operation kommt es zu einer spontanen Rekanalisation und dadurch zu einer möglichen Schwangerschaft.

Zugänglichkeit
Die Sterilisation wird in Krankenhäusern oder Tageskliniken durchgeführt.

G) Natürliche Familienplanung


Die Kalendermethode (Knaus-Ogino-Methode)


Die Frau muss ein Jahr lang die Tage von einer Monatsblutung zur nächsten zählen und aufschreiben. Anhand dieser über das Jahr beobachteten Zyklen wird ein Durchschnittswert für die wahrscheinlich fruchtbaren Tage ermittelt.
Als Verhütungsmethode ist die Kalendermethode (Knaus-Ogino) extrem unsicher und wir empfehlen sie ihnen nicht.

Die Temperatur-Methode


Jeden Morgen misst die Frau ihre Körpertemperatur (Basaltemperatur) und trägt den Wert auf einem Kurvenblatt ein. Aus dem Verlauf der Kurve kann sie im Nachhinein ihren Eisprung ersehen und auf ihre darauf folgenden unfruchtbaren Tage schließen. Beachtet werden muss, dass Samenfäden 4 bis 5 Tage nach dem Erguss befruchtungsfähig bleiben. Die Temperatur muss jeweils vor dem Aufstehen und immer zur gleichen Uhrzeit gemessen werden.

Die Schleim-Methode (Mucus- oder Billings-Methode)


Die Beschaffenheit des Gebärmutterhalsschleimes verändert sich im Laufe des Zyklus: Der Schleimpfropf im Gebärmutterkanal wird immer dünnflüssiger. Es entsteht eine zunehmend feuchte Empfindung am Scheidenausgang, die den nahenden Eisprung ankündigt. Durch die tägliche Untersuchung des Schleimes (das Ergebnis wird ebenfalls auf ein Kurvenblatt eingetragen) kann die Frau ihre fruchtbaren Tage bestimmen.

Die sympto-thermale Methode (nach Prof. Dr. Rötzer)


Unter dieser Methode versteht man die Kombination der Schleim- und Temperaturmethode.

Die Selbstuntersuchung des Muttermundes


Die Frau untersucht ihren Muttermund, der sich im Laufe des Zyklus verändert und zum Zeitpunkt des Eisprungs öffnet. Der klare Eisprungschleim ist dann gut sichtbar.
Die Beobachtungen können die Temperatur- und Schleim-Methode gut ergänzen und sollten mit in das Kurvenblatt eingetragen werden.

Vorteile
Die Methoden der Fruchtbarkeitswahrnehmung (Kombination der obigen Methoden) können sie sowohl für die Verhütung als auch zum Schwangerwerden nützen. Ihr Wissen um Vorgänge im weiblichen Körper wird erweitert.

Nachteile
Regelmäßige genaue Körperbeobachtung und deren Aufzeichnung sind notwendig. sie müssen lernen, wie sie ihre Körperzeichen auswerten können, dadurch sind Fehleinschätzungen ihrerseits möglich. Das "Spüren" des Eisprungs ist allein kein sicheres Zeichen! Diese Methoden sind weniger geeignet für junge Mädchen, deren Zyklen noch sehr unregelmäßig sind, und bei denen erfahrungsgemäß die konsequente Anwendung nicht gewährleistet ist. In speziellen Lebenssituationen (Schichtarbeit, nach Absetzen der Pille, in der Stillzeit nach einer Schwangerschaft, in den Wechseljahren - der Prämenopause) muss die Auswertung der Körperbeobachtungen diese Randbedingungen berücksichtigen.
Bei der Verwendung als Verhütungsmethode müssen sie entweder in der fruchtbaren Phase zusätzliche Verhütungsmittel, beispielsweise Kondom oder Diaphragma, anwenden, oder sie müssen auf Geschlechtsverkehr verzichten.

Zuverlässigkeit
Das mit den einzelnen Methoden der Fruchtbarkeitswahrnehmung (= Temperaturmessen, Schleimbeobachtung, Muttermundbetastung) gewonnene Wissen und die richtige und genaue Anwendung dieses Wissens für ihre Empfängnisverhütung entscheiden darüber, wie sicher sie ihre unfruchtbaren Tage feststellen können und letztlich eine Empfängnis vermeiden können. Die Sicherheit erhöht sich durch die Kombination der Beobachtung des Schleims, der Temperatur und der Untersuchung des Muttermundes. Eine regelmäßige Lebens- und Arbeitsweise, die Übereinstimmung mit ihrem Partner/ihrer Partnerin in Fragen der Sexualität und Verhütung und eine positive Einstellung zu sowie Erfahrung im Umgang mit den Methoden der Fruchtbarkeitswahrnehmung sind Voraussetzung für deren sichere Anwendung. Erkrankungen, die mit Fieber verbunden sind und zuwenig Schlaf, reduzieren die Aussagekraft der ermittelten Werte.
Inzwischen gibt es zur Wahrnehmung von Fruchtbarkeitszeichen mehrere Hilfsmittel auf dem Markt. Es handelt sich hierbei um Computer, diskettengespeicherte Computerprogramme und Minimikroskope. Diese Hilfsgeräte beruhen in der Regel auf der Basaltemperatur-Methode und der Schleim-Methode. sie erleichtern im Wesentlichen die Ermittlung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage. Einzelne Geräte bestimmen zusätzlich Hormonwerte im Harn.
Wenn sie in der fruchtbaren Phase Verhütungsmittel (z.B. Diaphragma oder Kondom) benutzen, so entspricht die erreichbare Sicherheit immer der des zusätzlich verwendeten Mittels.

Zugänglichkeit
Wenn sie mehr über die Methode der Fruchtbarkeitswahrnehmung wissen und sie anwenden bzw. genaue Informationen über die Hilfsmittel erhalten wollen, empfehlen wir ihnen, sich beraten zu lassen.
Das Institut für Ehe und Familie (Spiegelgasse 3/8, 1010 Wien, Tel: 01/515 52/3650) hat Beraterinnen für "Natürliche Familienplanung (NFP)" ausgebildet und informiert sie, wo und wie sie die Methoden erlernen können.
Ein Kurvenblatt zum Eintragen ihrer Körperbeobachtungen können sie von der Homepage der ProFamilia (www.profamilia.de) herunterladen

Zyklusblatt


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pdf icon Zyklusblatt während der Stillzeit