Kurse



Empfehlenswerte Fortbildungen anderer Anbieter: Die ÖGS (Österreichische Gesellschaft für Sexualwissenschaften) Sexualakademie bietet Fort- und Weiterbildungscurricula zu den Gebieten Sexualitäten und Beziehungswelten an: Sexuologische Basiskompetenzen, Sexualpädagogik, Sexualberatung und Sexualtherapie sowie Trans*Gender. www.oegs.or.at/oegs_sexualakademie


Intensiv-Lehrgang zur/m FamilienplanungsberaterIn 2017

Neues aus Jugend-, Behinderten- und Erwachsenensexualpädagogik, medizinische und rechtliche Grundlagen

Termine:
22.09. – 24.09.2017
13.10. – 15.10.2017
10.11. – 12.11.2017
01.12. – 03.12.2017

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Informationen zum Kurs

Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung veranstaltet mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familien und Jugend (BMFJ) Fortbildungskurse, die vom BMFJ nach dem Familienberatungsförderungsgesetz §2/Abs.1/Zi. 4c als Ausbildung zum/zur Familienplanungsberater/in anerkannt werden. Bei Absolvierung des gesamten Kurses, sowie Erfüllung der Auflagen des BMFJ wird ein Zertifikat ausgestellt, das zur honorierten Tätigkeit in einer geförderten Familienberatungsstelle berechtigt, in der Familienplanungsberatung zum Schwerpunkt zählt.

Anrechenbarkeit

PsychologInnen:
75 Einheiten (nach § 33 PG)
PsychotherapeutInnen:
64 Fortbildungseinheiten (nach § 14 Abs. 1 PsthG)
ÄrztInnen:
19 Medizinische DFP Punkte
13 Sonstige DFP Punkte

Anmeldung

Füllen Sie bitte das Anmeldeformular aus und retournieren Sie dieses bitte an uns. Aufgrund der Auflagen des BMFJ ist die Ausstellung des Zertifikates an bestimmte absolvierte Ausbildungen der TeilnehmerInnen bzw. eine bestimmte Praxis geknüpft. Da die Teilnehmerzahl aus Platz- und Qualitätsgründen begrenzt ist, wählen wir aufgrund Ihrer Angaben den Teilnehmerkreis aus.
Mit Einzahlung des Kursbeitrages (oder € 300,00 Anzahlung) ist ihr Ausbildungsplatz fix reserviert.
Der Kursveranstalter behält sich das Recht vor, bei nicht erreichen der Mindestteilnehmerzahl den Kurs abzusagen.

Kosten

Die Teilnahmegebühr von 1.300 Euro (für StudentInnen1 650 Euro) berechtigt zum Besuch des gesamten Ausbildungskurses. Inkludiert sind schriftliche Unterlagen, Pausengetränke und Pausensnacks.  
Frühbucher Angebot: bei Anmeldung bis 31.03.2017
Teilnahmegebühr von € 1.200,00 (für StudentInnen1 € 600,00)
(€ 300,00 Anzahlung ab sofort zum Reservieren des Ausbildungsplatzes)

Für MitarbeiterInnen in Familienplanungsstellen, die vom BMFJ gefördert werden, kann auf Anfrage und bei vorhandenen Plätzen eine Ermäßigung gewährt werden (Anmeldung nur über die Beratungsstelle).
Es besteht die Möglichkeit, einzelne Vorträge gegen einen Kostenbeitrag zu besuchen. Pro Vormittag ist ein Betrag von 90 Euro (für StudentInnen1 45 Euro); Vor- und Nachmittag 180 Euro (für StudentInnen1 90 Euro) zu entrichten. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Stornierungskosten (sofern keine Ersatzteilnehmerin oder kein Ersatzteilnehmer gefunden werden kann):
1 Monat bis 14 Tage vor Kursbeginn: 50 Prozent der Teilnahmegebühr
weniger als 14 Tage vor Kursbeginn: 100 Prozent der Teilnahmegebühr

Veranstaltungsort

Ignaz Semmelweis-Frauenklinik, 1180 Wien, Bastiengasse 36-38, Festsaal

Veranstalter

Österreichische Gesellschaft für Familienplanung
1180 Wien, Bastiengasse 36-38
Telefon: 01/478 52 42, Fax: 01/470 89 70, E-Mail: buero@oegf.at

Bankverbindung


1 bis zum vollendeten 29. Lebensjahr

Programm

1. Wochenende

Freitag 22.09.2017

14:30 - 15:30
Begrüßung und Vorstellung der ÖGF
Mag.a Angela Tunkel, Koordinatorin der ÖGF

15:30 - 17:00
Geschichte der Familienplanung
Mag.a Maria Bernhart, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Geschäftsführerin FEM
17:15 - 19:15
Rechtsfragen der Familienplanung und Empfängnisverhütung
Dr.in Brigitte Hornyik, Juristin, vormals Verfassungsgerichtshof

Samstag 23.09.2017

09:00 - 10:30
Endokrinologische Grundlagen des weiblichen Zyklus
Univ. Prof. Dr.in Christine Kurz, Gynäkologin, AKH,
Univ. Klinik für Frauenheilkunde Wien
10:30 - 12:00
Hormonelle Kontrazeption / Notfallverhütung / Verhütung in den Wechseljahren / Tubenligatur / Vasektomie
Univ. Prof. Dr.in Christine Kurz, Gynäkologin, AKH,
Univ. Klinik für Frauenheilkunde Wien
12:30 - 14:00
Vielfalt der Familienformen
DSAin Elisabeth Cinatl, Psychotherapeutin in freier Praxis, Verein Wendepunkt (Frauenberatungsstelle und Frauenhaus, Wiener Neustadt), Verein Kassandra (Frauen- und Familienberatungsstelle, Mödling)
Mittagspause
 
15:00 - 18:00
Beratung und Gesprächsführung
Mag.a Barbara Laschalt, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin in freier Praxis, Familienplanungsberaterin ÖGF

Sonntag 24.09.2017

09:00 - 10:30
Sexuell übertragbare Erkrankungen
Dr.in Daniela Yordanova-Krouchin, Gynäkologin, STD Ambulatorium - Ambulatorium zur Diagnose und Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten Wien
10:45 - 12:15
NFP - Natürliche Familienplanung - und Barrieremethoden
Mag.a Brigitte Schrottmayer, Pädagogin, Sexualpädagogin, Beraterin, ÖGS, Eltern Kind Zentrum Gilgegasse, VSLÖ

2. Wochenende

Freitag 13.10.2017

14:30 - 16:00
Sexuelle und reproduktive Störungen – medizinische Aspekte
Dr.in Agnes Lenz, Gynäkologin, Semmelweis Frauenklinik, Wien
16:15 - 17:45
Sexuelle und reproduktive Störungen – psychologische / psychosomatische Aspekte
Fr. Michela Kaiss, Psychotherapeutin

Samstag 14.10.2017

09:00 - 12:30
Sexualberatung für Jugendliche
Dr.med. Clemens Hammer, Psychotherapeut in freier Praxis, Jugendberatungsstellen der ÖGF, Vorstandsmitglied und Mitglied des Fort-und Weiterbildungsausschusses der ÖGS, Fort- und Weiterbildungen im Bereich von Jugendsexualität und Jugendsexualpädagogik
Mag.a Sabine Ziegelwanger, Soziologin, Vorstandsmitglied und Mitglied des Fort-und Weiterbildungsausschusses der ÖGS, Fortbildungen und Vorträge im Bereich von Jugendsexualität und Jugendsexualpädagogik
Mittagspause
 
13:30 - 16:30
Sexualberatung für Jugendliche
Dr. Clemens Hammer, s.o.
Mag.a Sabine Ziegelwanger, s.o.
16:45 - offen
Bei Interesse: Vorstellrunde: Beratungsstellen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Sonntag 15.10.2017

09:00 - 10:30
Teenager Schwangerschaften: Zahlen, Fakten, Risiken
Prim.a Univ. Prof.in DDr.in MMag.a Barbara Maier, Gynäkologin, Prim.a Wilhelminenspital
10:45 – 12:15
Betreuung von werdenden Teenager Müttern
Fr. Uschi Reimhofer, Hebamme, Leiterin Haus Lena, Young Mum
12:30 – 14:30
Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen – Beratung, Intervention, Prävention
Mag.a Barbara Neudecker, MA, Erziehungsberaterin, Psychotherapeutin, Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren

3. Wochenende

Freitag 10.11.2017

14:30 - 18:00
Schwangerschaftsabbruch – medizinische und psychologische Aspekte
Fr. Leila Akinyemi, DKS, Familienplanungsberaterin, Supervisorin, Ambulatorium Gynmed
DDr. Christian Fiala, Gynäkologe, Ambulatorium Gynmed

Der Vortrag über Schwangerschaftsabbruch findet im Ambulatorium Gynmed statt (Mariahilfer Gürtel 37, 1150 Wien).
Bei Interesse besteht die Möglichkeit das Museum für Schwangerschaftsabbruch und Verhütung zu besuchen.

Samstag 11.11.2017

09:00 - 10:30
Schwangerenberatung und -betreuung
Univ. Prof.in Dr.in Christine Kurz, Gynäkologin,
AKH, Univ. Klinik für Frauenheilkunde Wien
10:45 – 12:15
Psychische Probleme während Schwangerschaft, Geburt und danach
Mag.a Anna Stalzer-Uranitsch, Klinische- und Gesundheitspsychologin, Semmelweis Frauenklinik
12:30 – 14:00
Risiken und Chancen der Pränataldiagnostik
Fr. Petra Hainz, Lebens- und Sozialberaterin, NANAYA - Zentrum für Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Kindern, Wien
Mittagspause
 
15:00 – 18:00
Krisenintervention in Beratungsgesprächen
DDr. Wolfgang Till, Psychotherapeut (Psychoanalyse, Integrative Gestalttherapie), Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Kriseninterventionszentrum Wien

Sonntag 12.11.2017

09:00 - 10:30
Sexualisierte und körperliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen – Handlungsrichtlinien für das medizinische System
Mag.a Sabine Gasser, Klinische- und Gesundheitspsychologin, 24-Stunden Frauennotruf
10:45 - 12:15
Transsexualität
Dr.in Ulrike Kaufmann, Gynäkologin, AKH, Leiterin der Transsexuellen-Ambulanz Wien

4. Wochenende

Freitag 01.12.2017

14:30 - 16:00
Spezielle Aspekte der Familienplanung bei MigrantInnen
Fr. Arzu Prethaler, Mediatorin, muttersprachl. Beraterin, SMZ-Ost
16:15 – 17:45
Spezielle Aspekte der Familienplanung bei Menschen mit Behinderung
Mag.a Elisabeth Chlebecek, Soziologin, Behindertenfachbetreuerin, Lebens- und Sozialberaterin mit Schwerpunkt Kunsttherapie und Sexualberatung, Gründungsfrau von Verein Ninlil - Empowerment und Beratung für Frauen mit Behinderung, langjährige Tätigkeit im Verein Ninlil und ÖGF

Samstag 02.12.2017

09:00 - 10:30
Beratung von jungen Menschen mit gleichgeschlechtlicher Lebensweise
Dr.med. Clemens Hammer, Psychotherapeut in freier Praxis, Jugendberatungsstellen der ÖGF, Vorstandsmitglied und Mitglied des Fort-und Weiterbildungsausschusses der ÖGS, Fort- und Weiterbildungen im Bereich von Jugendsexualität und Jugendsexualpädagogik
10:45 – 12:15
Psychosomatik und Kontrazeption
N.N.
12:30 – 14:00
Männerberatung
Mag. Paul Brugger, Klinischer- und Gesundheitspsychologe, stv. Leiter M.E.N., Wien
Mittagspause
 
15:00 – 18:00
Paarberatung
Roland Scherabon; Coach, system. Psychotherapeut, in freier Praxis, Mitarbeiter im Familienberatungszentrum Hilfswerk, Wiener Neustad

Sonntag 03.12.2017

09:00 - 11:00
Sexualität im Alter und bei Demenz
Univ. Doz. Dr. Gerald Gatterer, Psychologe und Psychotherapeut, Geriatriezentrum am Wienerwald und Sigmund Freud Privatuniversität Wien
11:15 - 12:15
Das neue Lehr-, Lern- und Methodenhandbuch zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit (ÖGF)
12:15 - 13:00
Abschlussgespräch

Familienplanung

Um sich der historischen Bedeutung dieses Themas bewusst zu werden sei Univ.Prof. Dr. Peter Wagenbichler anlässlich der Enquete des BMUJF "Familienberatung 1974-1994" zitiert: "Erste Aktivitäten wurden bereits vor der Jahrhundertwende in England gesetzt und schon 1905 schreibt Sigmund Freud, dass "es nicht unter der ärztlichen Würde sein kann, einem Ehepaar, das an die Einschränkung der Kinderzeugung denkt, mit Rate beizustehen und dass es sich nicht bestreiten lässt, dass geburtenregelnde Vorkehrungen irgendeinmal in einer Ehe von Notwendigkeit sein werden." Die erste Familienberatungsstelle wurde 1916 von Margret Sanger in New York gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg folgten andere Pioniere dieser Familienplanungsbewegung in Schweden, England und Deutschland diesem Beispiel. Eine besondere Aktualität bekamen diese Intentionen in Österreich durch die Liberalisierung des Gesetzes über den Schwangerschaftsabbruch. Wie bekannt, ist dieses Gesetz am 1.1.1975 in Kraft getreten. Da es weder im Verständnis des Gesetzgebers noch irgendeiner Bevölkerungsgruppe in Österreich sein konnte, den Schwangerschaftsabbruch als Methode der Familienplanung anzusehen, mussten flankierende Maßnahmen gesetzt werden. Während naturgemäß weder in der Bevölkerung noch im Parlament ein einstimmiger Konsens zur Frage des Schwangerschaftsabbruches erzielt werden konnte, fand das Familienberatungsförderungsgesetz die Zustimmung aller damals im Parlament vertretenen Parteien. ... Während es 1974 in Österreich 53 Familienberatungsstellen gab, sind es heute mehr als 300 Einrichtungen. Das Beratungsangebot dieser verschiedenen Stellen umfasst insgesamt alle Sparten familienberaterischer Tätigkeit: von der Antikonzeption über Ehe-, Familienberatung, Adoptionsberatung usw. Die Schwerpunkte jeder einzelnen Beratungsstelle selbst werden einerseits sehr wesentlich beeinflusst von dem Ort, wo diese etabliert ist und andererseits von dem Rechtsträger, der sie betreibt."

Die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung

Das Ziel der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung ist seit ihrer Gründung im Jahr 1966 die Förderung des Konzeptes der geplanten Elternschaft. Weiters tritt die ÖGF für eine bewusstere Einstellung zur Sexualität und zur reproduktiven und sexuellen Gesundheit ein.
Die ÖGF bietet Informationen in diesen Bereichen an und bemüht sich um die Gewährleistung des gesicherten Zuganges zu diesen Informationen und deren Anwendung.
Die ÖGF ist Trägerin von geförderten Familienplanungsstellen in öffentlichen Krankenhäusern in Wien und Korneuburg und bietet auch im Bereich der Jugendsexualität face to face Beratung in ihren First Love Stellen, aber auch Online-Beratung im Rahmen von Herzklopfen an.
Um den Konzepten der reproduktiven und sexuellen Gesundheit möglichst weite Verbreitung zu sichern, organisiert die ÖGF Fortbildungen für im Bereich der Medizin, Sozialarbeit und der psychohygienischen Versorgung tätige Personen.
Die ÖGF setzt sich für die Fristenlösung und deren unterschiedlichen Methoden ein.
Die ÖGF ist für die Streichung des Schwangerschaftsabbruchs aus dem Strafgesetzbuch, weil es ein Grundrecht der Frauen ist, sich frei und rechtens für den Schwangerschaftsabbruch zu entscheiden. Die ÖGF ist der Meinung, dass junge Menschen das gleiche Recht wie Erwachsene auf reproduktive und sexuelle Gesundheit haben. Die ÖGF war maßgeblich an der Entwicklung der österreichischen Materialien zur Sexualerziehung beteiligt. Der Verhütungskoffer, das Methodenhandbuch, der "Verhütungsschummler", Broschüren über Kontrazeption und Notfallverhütung und diverse Internetauftritte (www.oegf.at, www.firstlove.at, www.merhabakondom.at, www.herzklopfen.or.at) ergänzen die sexualpädagogischen Angebote der ÖGF.
Seit 1995 bemüht sich die ÖGF ein breiteres öffentliches Bewusstseins bei ParlamentarierInnen, BeamtInnen und NGO-VertreterInnen für die An¬hebung des österreichischen Entwicklungshilfe-Budgets und der Einbettung des Aspektes der reproduktiven und sexuellen Gesundheit und Rechte in ganzheitliche Programme der Gesundheitsvorsorge und Frauenbildung zu schaffen.

Sexualpädagogische Arbeit mit Jugendlichen (unter Berücksichtigung des interkulturellen Kontextes)


Veranstalterin:

Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF)

ReferentInnen:

Dr. Clemens Hammer und Mag. Sabine Ziegelwanger
E-Mail: sabineziegelwanger@gmx.at

Inhaltliche Beschreibung der Veranstaltung:

Jugendliche Sexualwelten rücken derzeit wieder verstärkt ins familiäre, erzieherische und öffentliche Interesse. Meldungen von Teenagervätern und –müttern, von starkem Pornokonsum, von einem sich anscheinend permanent vorverlagernden Zeitpunkt (?) fürs erste Mal, einer erhöhten Suizidrate gleichgeschlechtlich empfindender Jugendlicher … verunsichern alle Generationen gleichermaßen. Besonders im Erziehungs- und Beratungskontext fühlen sich manche Erwachsene unangenehm berührt bzw. überfordert. Trotz der vielerorts wahrgenommenen Übersexualisierung unserer Gesellschaft herrscht im Feld "natürlicher" Kommunikation über Sexualität häufig Rat- sowie Sprachlosigkeit.
Dieses Seminar soll deshalb Einblicke und Möglichkeiten in/aus Theorie und Praxis der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen gewähren.

Zu den Schwerpunkten zählen unter anderen:

  • Darstellung der derzeitigen Situation jugendlicher Sexualwelten anhand qualitativ gesicherter Studien (sexuelle Lebensstile, geschlechtsspezifische Unterschiede, kulturelle Besonderheiten etc.)
  • Sexualität und Sprache
  • Sexuelle Orientierungen und Identitäten
  • Geschlechtssensible Pädagogik (Mädchen- und Jungenarbeit)
  • Umgang mit Jugendlichen im interkulturellen Kontext
  • Sexualität und Internet (Pornographie im Internet, Internet als Kommunikations- und Informationsort der Jugendlichen)
  • Sexualpädagogische Methodik (Rollenspiele, soziometrische Übungen, Blackbox, etc.)
  • Reflexion und Diskussion der eigenen Werthaltungen als Grundlage für die sexualpädagogische Begleitung von Jugendlichen

Veranstaltungstermin:

noch kein fixer Termin vorgesehen
Dieses Fortbildungswochenende kann auch von Institutionen gebucht werden.

Veranstaltungsort:

Semmelweis Frauenklinik
Bastiengasse 36-38, 1180 Wien

Anzahl der TeilnehmerInnen:

mind. 10, max. 20 TeilnehmerInnen

Vollkosten eines Seminarplatzes:

€ 300,- (Anmeldung ist verbindlich ab dem Einlangen der Kurskosten)

Bankverbindung:

Empfänger: Österr. Ges. f. Familienplanung, Erste Bank


Für MitarbeiterInnen in Familienplanungs/beratungsstellen, die vom BMFJ gefördert werden, kann auf Anfrage und bei vorhandenen Plätzen eine Ermäßigung gewährt werden.
Selbstbehalt Kurskosten: € 60,00 – (Voraussetzungen: mind. bis 1 Jahr nach dem Kurs müssen die BeraterInnen in einer anerkannten Familienberatungsstelle arbeiten, ansonsten muss der Förderbetrag ans Ministerium retourniert werden).

Anmeldung:

E-Mail: buero@oegf.at
Tel.: 01/47 85 242

ReferentInnen (Referenzen):

Dr. Clemens Hammer und Maga Sabine Ziegelwanger

Dr. Clemens Hammer und Mag. Sabine Ziegelwanger

Maga Sabine Ziegelwanger
Soziologin/Anglistin (Universität Wien)
Familienplanungsberaterin
Gründungsmitglied und Aufbau des studentischen, sexualpädagogischen Projekts achtung°liebe (2001-2003; www.achtungliebe.at)
Seit 2003: Sexualpädagogin bei der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung (www.oegf.at): mobile Beratung in Schulklassen, Jugendzentren etc. (Projekt First Love Mobil); Online-Beratung (Projekt Herzklopfen)
Seit Oktober 2006: Sexualpädagogin bei Lovetour NÖ (www.lovetour-noe.at)
2006/2007: Durchführung von Proseminaren zu „Grundlagen und aktuelle Tendenzen in der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen“ an der Leopold-Franzens Universität Innsbruck
2006 -: Gestaltung und Durchführung zahlreicher Fortbildungen und Vorträge im Bereich von Jugendsexualität und Jugendsexualpädagogik
2007/8: Konzeption und Durchführung der Studie: "Sich(er) lieben – Verhütungsbewusstsein und Verhütungsverhalten junger Klientinnen der Firstlove Beratungsstelle". ÖGF, 2008.
Seit 2008: Vizegeneralsekretärin der Österreichischen Gesellschaft für Sexualwissenschaften sowie Mitglied des Ausbildungsausschusses für Sexualpädagogik, Sexualberatung und Sexualtherapie (Gestaltung des Curriculums Sexualpädagogik), (www.oegs.or.at)

Dr. Clemens Hammer
Mediziner, Psychotherapeut in Ausbildung, Sexualpädagoge
Gründungsmitglied und Aufbau des studentischen, sexualpädagogischen Projekts achtung°liebe
2003/4: Ordination Dr. Horst Schalk, Lehrpraxis in einer HIV- Schwerpunktpraxis
Seit 2003: Sexualpädagoge bei der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung: mobile Beratung in Schulklassen, Jugendzentren etc. (Projekt First Love Mobil); Online-Beratung (Projekt Herzklopfen)
Seit Oktober 2006: Sexualpädagoge bei Lovetour NÖ
2006/7: Freier Referent der AIDSHilfe Wien
2007/8: Workshops mit Frauen mit Behinderungen bei JaW (Über Fonds Soziales Wien)
Diverse Fort- und Weiterbildungen für StudentInnen, SozialpädagogInnen und FamilienplanungsberaterInnen
2007/8: Konzeption und Durchführung der Studie: "Sich(er) lieben – Verhütungsbewusstsein und Verhütungsverhalten junger Klientinnen der Firstlove Beratungsstelle". ÖGF, 2008.
Seit 2008: Mitglied des Ausbildungsausschusses für Sexualpädagogik, Sexualberatung und Sexualtherapie bei der Österreichischen Gesellschaft für Sexualwissenschaften