SAFE II

Das Projekt SAFE II steht für "Sexual Awareness for Europe" und soll als Nachfolgeprojekt von SAFE I (2004-2007) neue Trends und Entwicklungen in Europa abbilden. Es ist eine Initiative der International Planned Parenthood Federation European Network (IPPF EN) und wird in Zusammenarbeit mit 14 IPPF EN Mitgliedsverbänden in Europa und 10 Kooperationspartnern durchgeführt.

Das übergreifende Ziel ist eine Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und den Rechten von jungen Menschen in Europa. Dies geschieht durch europaweite Kooperationen der Länder und Institutionen, sowie durch Harmonisierungen von public health policies, Gesundheitsförderungsstrategien und –programmen.

Das SAFE II Projekt besteht aus fünf Arbeitspakten, die von den Mitgliedsverbänden abhängig von ihrer Expertise ausgeführt werden. Einer der Ansatzpunkte dieses Projekts ist die qualitative Forschung, welche neue Einblicke eröffnen und mögliche Faktoren identifizieren soll, die die sexuelle Gesundheit und das Verhalten junger Menschen beeinflussen. Österreich ist neben Belgien, der Tschechischen Republik, Deutschland und Spanien einer der Mitgliedsverbände, die im Arbeitspaket qualitative Forschung involviert sind. In diesen fünf Ländern werden detaillierte Situationsanalysen und qualitative Studien durchgeführt.

Die österreichische Studie beschäftigt sich mit der Kommunikation innerhalb der peer group junger Menschen und dem Zusammenhang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit. Verschiedene Studien zeigen, dass der Einfluss der Gleichaltrigen einen wichtigen Faktor für die Ausbildung von Werten/ Einstellungen und dem damit verbunden Verhalten darstellt. Diese Studie untersucht die verschiedenen Aspekte der peer group Kommunikation und ihren Einfluss auf die sexuelle Gesundheit und das Verhalten von Adoleszenten. Sexuelle Gesundheit bezieht sich dabei nicht nur auf Schwangerschaftsverhütung und die Vermeidung sexuell übertragbarer Krankheiten, sondern auch auf die Fähigkeit die eigene Sexualität in selbstbestimmter und kompetenter Weise auszuleben. Weiters soll in dieser Untersuchung der Frage nachgegangen werden, welche Entstehungsfaktoren zur Entwicklung der peer group Kommunikation beitragen und in welchem Zusammenhang diese Faktoren mit der Entwicklung des sexuellen Verhaltens Jugendlicher stehen.

Die Studien in den europäischen Ländern beschäftigen sich mit jeweils unterschiedlichen Aspekten der sexuellen Gesundheit junger Menschen und sollen gemeinsam einen Wissensfortschritt erbringen. Es sollen außerdem neue und innovative Wege entwickelt werden, um junge Menschen mit Informationen und Services zum Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit zu versorgen.

Download Studie Safe II Projekt 2010-2012 (640 KB PDF, nicht barrierefrei)
Download Newsletter Jänner 2012 (615 KB PDF, nicht barrierefrei)