Parlamentarische Gruppe

Die Österreichische parlamentarische Gruppe für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (#parlaandsex) engagiert sich für die Verbesserung der reproduktiven und sexuellen Gesundheit und Rechte im nationalen und internationalen Kontext. Die überparteiliche Gruppe wurde im Jahr 1996 gegründet und besteht derzeit aus 10 ParlamentarierInnen und einem Mitglied des Bundesrates. Seit Beginn fungiert die ÖGF als Sekretariat der Gruppe, um die ParlamentarierInnen über die Entwicklungen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte auf nationaler und internationaler Ebene in regelmäßigen Abständen zu informieren.

Die Gruppe ist Mitglied des European Parliamentary Forum on Population and Development (EPF). Durch EPF besteht für die Gruppenmitglieder die Möglichkeit sich mit ParlamentarierInnen aus anderen EU Staaten zum Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte auszutauschen und zu vernetzen. Zudem bietet EPF mehrmals im Jahr die Chance an Studienreisen teilzunehmen. TeilnehmerInnen der österreichischen Gruppe haben bisher an Studienreisen nach Bangladesh, Swaziland und Südafrika teilgenommen. 2012 wurde Petra Bayr Nationalratsabgeordnete und Mitglied der österreichischen parlamentarischen Gruppe für reproduktive Gesundheit und Entwicklung zur Vizepräsidentin des EPF Vorstands gewählt.

Ziele der parlamentarischen Gruppe sind:

  • die Verbesserung des Status von Frauen und Mädchen
  • der Zugang zu Bildung für Mädchen und Frauen
  • die Stärkung der reproduktiven und sexuellen Gesundheit und Rechte im nationalen und internationalen Kontext
  • die parlamentarische Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung insbesondere im Bereich der reproduktiven und sexuellen Gesundheit und Rechte im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit
  • die Unterstützung der Umsetzung des Aktionsprogramms der internationalen Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung (ICPD) einfügen
  • die Erhöhung des Budgets der Entwicklungszusammenarbeit (multi- und bilateral)

Bei regelmäßigen Treffen, berät die parlamentarische Gruppe wie sie ihre Ziele erreichen kann. Ein wichtiges Instrument sind Anfragen an politische EntscheidungsträgerInnen in Bezug auf sexuelle und reproduktive relevante Themenbereiche. Auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte spielt für die Gruppe eine große Rolle. Um diese Themen einer breiten Masse zugänglich zu machen, präsentiert die Gruppe jährlich den UN-Weltbevölkerungsbericht welcher mit wechselnden Schwerpunkten die Zusammenhänge zwischen der aktuellen Lage der Weltbevölkerung, reproduktiver Gesundheit und individueller Schicksale beleuchtet, bei einer Pressekonferenz im Parlament.

"Haben Frauen einen höheren Bildungsgrad, entscheiden sie sich automatisch für den besseren Weg: Sie bekommen weniger Kinder und diese später. Das schützt die werdenden Mütter vor riskanten Teenagerschwangerschaften und ermöglicht ihnen, mehr in die Ernährung und Ausbildung der Kinder zu investieren. So kann es gelingen, die Armutsspirale zu durchbrechen. Auf Basis der Menschenrechte kann so zu schnellem Bevölkerungswachstum begegnet werden. Die Ressourcen unseres Planeten sind endlich und die Welt ringt um nachhaltige Verbrauchsmuster, Armutsbekämpfung und Bildung für alle Menschen.

Petra Bayr, Bereichssprecherin für Globale Entwicklung der SPÖ

"Im Rahmen der überparteilichen parlamentarischen Gruppe für reproduktive Gesundheit und Entwicklung setzte ich mich genau für diese Anliegen in Österreich, besonders in der österreichischen Entwicklungspolitik, ein. Darüber hinaus bin ich auch auf europäischer und internationaler Ebene zu diesen Themen aktiv und bündle Kräfte mit anderen Abgeordneten und AkteurInnen. Mit Unterstützung der ÖGF in Österreich und des European Parliamentary Forum on Population and Development (EPF) auf europäischer Ebene leiste ich so einen Beitrag für die Rechte der Frauen und ein nachhaltiges Bevölkerungswachstum.

Petra Bayr
Bereichssprecherin für Globale Entwicklung der SPÖ
Vizepräsidentin des EPF Vorstands

Tanja Windbüchler, Sprecherin für Außen- und Friedenspolitik sowie Entwicklungszusammenarbeit der Grünen

"Ich entscheide, wen ich liebe! Leider ist das vielen Menschen auf der Welt nicht möglich. In 76 Ländern sind gleichgeschlechtliche Beziehungen noch immer illegal. Und in fünf Länder droht bei Homosexualität die Todesstrafe. Auch die Einwicklungen in Ländern wie Russland oder Uganda sind unfassbar. Darum setze ich heute am Global Action Day ein Zeichen für sexuelle Rechte!"

Tanja Windbüchler
Sprecherin für Außen- und Friedenspolitik sowie Entwicklungszusammenarbeit der Grünen

Katharina Kucharowits, SPÖ Kinder- und Jugendsprecherin

"Auch in Österreich gibt es Nachholbedarf bei sexuellen und reproduktiven Rechten: Sexualerziehung an Schulen muss ausgebaut und verbessert werden, damit verantwortungsvolle und selbstbestimmte Entscheidungen getroffen werden können. Durch den Versuch Barrieren für den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch zu schaffen, so wie derzeit in Spanien, wird die Selbstbestimmung von Frauen untergraben. Dagegen muss vorgegangen werden."

Katharina Kucharowits
SPÖ Kinder- und Jugendsprecherin

Judith Schwentner, Sprecherin für Soziales und Familienpolitik der Grünen

"Damit Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen können, ist es zwingend, dass sie selbst die Kontrolle über ihren eigenen Körper besitzen. Sexuelle und reproduktive Rechte, sowie Frauengesundheit, bilden die unbedingte Grundlage dafür. Darüber hinaus müssen wir uns dafür einsetzen, dass Frauen diese Rechte nicht nur auf dem Papier besitzen sondern auch darin bestärkt werden, sie aktiv einzufordern und zu leben. Ein selbstbestimmtes Leben zu leben – auch in Hinsicht auf Sexualität und Reproduktion – ist ein uneingeschränktes Grundrecht."

Judith Schwentner
Sprecherin für Soziales und Familienpolitik der Grünen

Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ Bundesfrauenvorsitzende

"Es ist die Aufgabe jeder Gesellschaft, Mädchen und Frauen Selbstbestimmung und körperliche Integrität zu ermöglichen. Dazu braucht es die entsprechenden politischen Grundlagen, um sexuelle Bildung und reproduktive Rechte sicherzustellen, sowie umfassende Maßnahmen im Bereich Frauengesundheit zu setzen. Jüngste Diskussionen in verschiedenen EU-Ländern zeigen aber auch, wie wichtig es ist, bestehende Rechte zu verteidigen! Ich werde mich als Politikerin immer dafür einsetzen - denn ein selbstbestimmtes Leben zu führen ist ein Menschenrecht!"

Gabriele Heinisch-Hosek
SPÖ Bundesfrauenvorsitzende

Judith Schwentner, Sprecherin für Soziales und Familienpolitik der Grünen

Karl Öllinger
Abgeordneter zum Nationalrat Die Grünen

Mitglieder der Österreichischen parlamentarischen Gruppe für Reproduktive und Sexuelle Gesundheit und Rechte #parlaandsex

Abg.z.NR Berîvan Aslan
Frauensprecherin, Sprecherin für KonsumentInnenschutz der Grünen

Abg.z.NR Petra Bayr 
Bereichssprecherin für Globale Entwicklung der SPÖ

Abg.z.NR Claudia Gamon
Sprecherin für Wissenschaft und Forschung, Rechnungshof, Frauen, Gleichbehandlung, Jugend, Sport und Medien der NEOS

Abg.z.NR Gabriele Heinisch-Hosek
Stellvertretende Bundesparteivorsitzende der SPÖ, SPÖ-Frauenvorsitzende 

Abg.z.NR Katharina Kucharowits
SPÖ Bereichssprecherin für Kinder und Jugend, stellvertretende Bundesparteivorsitzende, Bundesvorsitzende der Jungen Generation

Abg.z.NR Karl Öllinger
Abgeordneter zum Nationalrat Die Grünen

Abg.z.NR Elisabeth Pfurtscheller
Landesleiterin der Österreichischen Frauenbewegung der ÖVP Tirol

Abg.z.NR Judith Schwentner
Sprecherin für Soziales und Familie, SeniorInnen und Pflege der Grünen

Abg.z.NR Tanja Windbüchler
Sprecherin für Außen- und Entwicklungspolitik, Sprecherin für Zivildienst der Grünen

Abg.z.NR Gisela Wurm
Bereichssprecherin für Frauen und Gleichbehandlung der SPÖ

Mgl.BR Stefan Schennach
Bundesrat, Bereichssprecher für EU, Bereichssprecher für Forschung und Innovation, Bereichssprecher für Wissenschaft der SPÖ

 

European Parliamentary Forum on Population and Development – EPF

Das europäische ParlamentarierInnen Forum für Bevölkerung und Entwicklung (EPF) glaubt fest daran, dass Frauen immer das Recht haben sollten, selbständig über die Anzahl ihrer Kinder zu entscheiden.

Zudem ist EPF der Überzeugung, dass ParlamentarierInnen die Möglichkeit und Verantwortung haben, sich für sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzusetzen.

EPF konzentriert seine Expertise auf die Unterstützung der ParlamentarierInnen in der Umsetzung des Aktionsprogramms der Weltbevölkerungskonferenz (ICPD). Auf Ebene der Vereinten Nationen setzt sich EPF für eine stärkere Mitsprache der ParlamentarierInnen in den Bereichen reproduktive und sexuelle Gesundheit und Rechte sowie Bevölkerung und Entwicklung ein.

Das Forum initiiert parlamentarische Hearings, regionale und internationale Meetings sowie Studienreisen, um größeres Verständnis für reproduktive und sexuelle Rechte und Gesundheit und deren Rolle in der Entwicklungszusammenarbeit zu schaffen.

Das Forum wurde 2000 gegründet und hat seinen Sitz in Brüssel. Derzeit zählt EPF 28 parlamentarische Gruppen zu seinen Mitgliedern.

Mehr Infos unter www.epfweb.org

Sekretariat der Österreichischen Parlamentarischen Gruppe für Reproduktive und Sexuelle Gesundheit und Rechte Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF)
Mag.a Angela Tunkel

Tel: +43 1 478 52 42
Fax: +43 1 470 89 70
E-Mail

Die ÖGF wird in dieser Funktion vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) unterstützt. Mehr Informationen unter unfpa.org

▲ OBEN